Mittwoch, 22. Januar 2014

Kurt Sternberg

In der Wikipedia stolperte ich über den Namen Kurt Sternberg, dort verzeichnet als deutscher Philosoph jüdischer Herkunft, 1885 geboren, 1942 in Auschwitz ermordet.

In den Beständen der Universitätsbibliothek fiel mir die Dissertation eines Namensvetters in die Hände, einem am 19. August 1884 in Ratwitsch i.P. geborenen Juristen. Aus der Namensidentität mag man schließen, was man will, ich dokumentiere hier unkommentiert die Angaben aus der Doktorarbeit:

Widerklage aus Eigentum im Besitzprozesse.
Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Juristischen Fakultät der Universität zu Breslau
vorgelegt von Kurt Sternberg, Referendar.
Borna-Leipzig Buchdruckerei Robert Noske 1909


Lebenslauf. Als Sohn des Kgl. Kommerzienrats Adolf Sternberg und seiner Ehefrau Mathilde, geb. Blau, bin ich, Kurt Sternberg, am 19. August 1884 in Rawitsch i.P. geobren. Ich besuchte in Breslau, dem Wohnsitze meiner Eltern, das Gymnasium zu St. Maria Magdalena und erhielt zu Ostern 1903 das Reifezeugnis. Zum Studium der Rechts- und Staatswissenschaften hörte ich darauf an den Universitäten Freiburg i.B., Berlin, Lausanne und Breslau die Vorlesungen der Herren Professoren Eisele, Schmidt, v. Schultze-Gävernitz, Gierke, Kohler, Brunner, Liszt, Wagner, Hellwig, Hübler, Kuhlenbeck, Reiß, Brie, Dahn, Leonhard, Fischer, Gretener und Jörs. Es ist mir Bedürfnis, den Herren Universitätslehrern, deren Unterricht ich genossen, an dieser Stelle meinen Dank für wissenschaftliche Förderung auszusprechen. Vor allem gebührt mein Dank den Herren Geheimräten Prof. Dr. Leonhard und Fischer für die mir bei Anfertigung dieser Arbeit gewährte Anleitung. Am 22. Oktober 1906 bestand ich die erste juristische Prüfung vor dem Kgl. Oberlandesgericht zu Breslau und wurde am 1. November 1906 bei dem Kgl. Amtsgericht zu Schmiedeberg i.R. als Referendar verpflichtet. Vom 1. Oktober 1907 bis zum 1. Oktober 1908 genügte ich meiner Militärpflicht bei dem Kgl. Bayr. Chevaulergsregiment „König“ in Augsburg. Darauf setzte ich meine Tätigkeit als Referendar fort und bin seitdem bei dem Kgl. Landgericht in Breslau beschäftigt.

Martin Rath


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