Montag, 7. Oktober 2013

Hans Breitgoff 1885-1917


Der 1885 in Köln geborene Hans Breitgoff wurde 1912 in Heidelberg zum Dr. iur. promoviert. Titel seiner Arbeit: „Ehescheidung und Ehenichtigkeit im kanonischen Recht und im deutschen Reichsrecht in grundsätzlicher Gegenüberstellung“.

Der Text des oben angebildeten Lebenslaufs:
Im Jahre 1885, am 6. Oktober wurde ich zu Cöln geboren.
Ich besuchte die Vorschule, dann das Kgl. Katholische Gymnasium an St. Aposteln zu Cöln.
Dieses absolvierte ich Ostern 1905 und bezog zum Studium der Rechtswissenschaft, besonders aber zur Ausbildung in der französischen Sprache die Universität Genf. Ich besuchte noch die Universität Bonn und legte Juli 1910 in Cöln die erste juristische Prüfung ab.
Nach neunmonatiger Beschäftigung bei dem Amtsgerichte in Lechenich wurde ich nach Trier, dem dortigen Landgerichte zu einjähriger Beschäftigung überwiesen. Seit dem 4. Juli d.J. bin ich bei der Staatsanwaltschaft in Cöln tätig.
Meine mündliche Doktorprüfung bestand ich Anfang Februar d.J. zu Heidelberg.
Fünf Jahre nach der Doktorarbeit ist folgende biografische Angabe zu finden:
Jesus! Maria! Josef! Mauritius!
Der Mensch, wie eine Blume sproßt er und wird zertreten; wie ein Schatten geht er vorüber. Joh. 14, 1.
Zum christlichen Andenken an den
Wohlachtbaren Herrn
Gerichtsassessor
Dr. iur. Hans Breitgoff
Welcher am 9. Oktober 1917, nachmittags 5 1/2 Uhr, den Heldentod fürs Vaterland starb.
Der Verstorbene war am 6. Oktober 1885 zu Cöln geboren und vermählte sich den 12. März 1916 mit Caecilie geb. Geller. [...]
Der Totenzettel des gerade 32-jährigen Assessors in der Militärjustiz, ein Granatsplitter hatte ihn getroffen, zählt noch ein namenlos bleibendes „Kindchen“, vielleicht also ein Mädchen, zu den Hinterbliebenen.