Samstag, 6. April 2013

Lebenslauf Otto Konrad Strauß (1909 - Promotion 1935 - verstorben 1994)



Lebenslauf des Verfassers.
Geboren wurde ich, Otto Konrad Strauß, am 2. April 1909 in Krefeld als Sohn des verstorbenen praktischen Arztes Dr. med. Josef Strauß und seiner Ehefrau Rosa geb. Kahn; ich bin israelitischer Religion. Nach zwölfjährigem Besuch der Oberrealschule in Krefeld - während dessen ich auch am Unterricht in der lateinischen Sprache teilnahm - erhielt ich am 12. März 1927 das Reifezeugnis, nachdem ich die Prüfung „gut“ bestanden hatte. Dann widmete ich mich der Rechtswissenschaft sowie der Volkswirtschaftslehre und studierte diese Fächer sieben Semester lang an den Universitäten Tübingen (1), München (3) und Bonn (3). Am 22. November 1930 bestand ich vor dem Juristischen Prüfungsamt beim Oberlandesgericht in Düsseldorf das Referendarexamen „vollbefriedigend“. Darauf trat ich in den staatlichen Vorbereitungsdienst ein, zu dessen Abschluß mir, von wenigen Tagen abgesehen, nur der letzte Ausbildungsabschnitt von sechs Monaten beim Oberlandesgericht fehlt. Am 8. September 1933 wurde ich als deutscher Jude in Anwendung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtenturns aus dem Staatsdienst entlassen. Zur Zeit befinde ich mich zur praktischen Ausbildung als technischer Lehrling in einer Weberei. Die mündliche Promotionsprüfung fand am 25. Juli 1934 statt. Das Thema der Dissertation wurde mir von Herrn Prof. Dr. Heyer in Bonn gestellt, dem ich hierfür und für die Förderung der Arbeit meinen herzlichsten Dank ausspreche.

„Der Reichsstatthalter“ - Dissertation (Universität Bonn), 1935.
Doktorväter waren die Bonner Professoren Friedrich Hubert Heyer und Richard Thoma.


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