Dienstag, 8. Januar 2013

Lebenslauf (1930) Dr. Marcel Frenkel 1907-1960


Lebenslauf.
Am 24. Mai 1907 wurde ich zu Berlin geboren. In Düsseldorf besuchte ich die Vorschule und die Unterklassen bis einschließlich Quarta des Hohenzollerngymnasiums. Ich wurde dann in das Realgymnasium der Hindenburgschule Düsseldorf umgeschult, wo ich die Klassen Unter- und Obertertia besuchte. Im Jahre 1923 verließ ich dann die Schule, um in die kaufmännische Lehre zu gehen.
Nebenberuflich bereitete ich mich aber für die Obersekundareife und die Reifeprüfung vor und bestand beide in den Jahren 1923 und 1926 an der Lessingoberrealschule in Düsseldorf. Im Jahre 1928 bestand ich die Ergänzungsprüfung im Lateinischen an dem Gymnasium an der Dötschstraße in Bonn. Meine Immatrikulation erfolgte im Sommersemester 1926 an der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln, meine erste Immatrikulation an der rechtswissenschaftlichen Fakultät im Wintersemester 1926-27 an der Universität Berlin. Außerdem studierte ich noch an der Universität Bonn. Im Oktober 1929 bestand ich die erste juristische Staatsprüfung in Köln. Seit November 1929 bin ich Referendar im Bezirke des Oberlandesgerichts Düsseldorf.
Lebenslauf von Marcel Frenkel aus seiner
Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde einer Hohen Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, vorgelegt von
Marcel Frenkel,
Gerichtsreferendar aus Düsseldorf.

Verlag: Quakenbrück, Durck: Handelsdruckerei C. Trute, 1930. Die Arbeit über „Die Eidesdelikte im künftigen Strafgesetz“ führt  Prof. Bohne als Referent und Prof. Coenders als Korreferent auf, Tag der mündlichen Prüfung war der 14.2.1930.

Dr. Marcel Frenkel ist zurzeit nicht wikipedantisch erfasst, taucht lediglich als Randfigur auf im Artikel über den allerchristlichsten Minister Adolf Flecken:
„1950 entließ Flecken als neuer nordrhein-westfälischer Innenminister den Abteilungsleiter Marcel Frenkel. Frenkel war wichtigster Ansprechpartner der NS-Verfolgten auf der Ebene der Landesregierung. Er hatte sich zu Beginn der 1930er Jahre einen Namen als Verteidiger von NS-Gegnern gemacht. Er floh, da er jüdischer Herkunft war, in die Niederlande und schloss sich dort einer kommunistischen Widerstandsgruppe an. Mehrfach entging er knapp einer Deportation und verlor zahlreiche Familienangehörige in den Konzentrationslagern. Nach Kriegsende war er zunächst juristischer Berater der Vereinigung deutscher und staatenloser Antifaschisten (VDSA), bevor er nach Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen als Leiter der Abteilung Wiedergutmachung in das Landesinnenministerium übernommen wurde. Flecken nahm die politische Tätigkeit von Frenkel als „Betätigung gegen die demokratische Grundordnung“ zum Anlass, den ihm politisch unliebsamen Frenkel aus dem Dienst zu entfernen. Das Verfahren wurde bis zum Tod Frenkels 1960 nicht abschließend entschieden.“ 

Gesichert/ungesichert: Dr. iur. Marcel Frenkel, *24.05.1907 bis Y1960.

Rinks und lechts:

Martin Rath








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