Montag, 22. Oktober 2012

Füllsel

Professionelle Schreiber zieren ihre journalistischen Texte gerne mit einem Schluss, der von der Redaktion schadlos weggekürzt werden kann. Text, der für eine Mengenvorgabe nötig ist, nicht wirklich wichtige Informationen enthält, aber nicht zu sehr als überflüssig ins Auge springen sollte.

Solches „Füllsel“ am Schluss eines Textes zu platzieren, ist eine große Kunst. Ich beherrsche sie schon nicht in weniger exponierten Teilen eines Artikels. Aus meiner eigenen Inkompetenz schließe ich regelmäßig auf die Gottebenbildlichkeit anderer Schreiber, namentlich der von Gottbegnadeten produzierten Tageszeitung aus Frankfurt, wie man heute gerne hinzufügt: am Main.

Aber man wird auch angenehm widerlegt in der eigenen Salatschneckenrückgratmeditation, ich zitiere:
„Er kocht dann für Familie und Freunde eine hervorragende Pasta mit Zitronensugo.“
Was für ein Schluss.

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