Mittwoch, 1. August 2012

Vorschläge für Hautbeschriftung

Nein, wir sind kein Freund der beschrifteten Haut. Auch die floralen Muster, die derzeit äußerst großflächig durch die Fußgängerzonen zu Markte getragen werden, finden unser entschiedenes Missfallen. Da hatte ja selbst unsere letztüberlebende Großmutter mehr Geschmack: Derlei Omma-Muster hätte sie nicht an der Wohnungswand geduldet, geschweige denn in nackte Haut graviert.

Stoisch sein Konservativ sein, heißt immer an der Speerspitze des Fortschritts zu marschieren, hat bekanntlich Majestix in „Asterix und die Trabantenstadt“ gesagt oder war es des Edmund Stoibers Stefan Mappus' großes Vorbild, in ganz anderem Zusammenhang?

Wie dem auch sei. Was man nicht aufhalten kann, dem kann man zumindest entsprechenden Sinn unterlegen.

愚蠢的女人不感到疼痛
Yúchǔn de nǚrén bù gǎndào téngtòng


Man könnte einen dieser dämlichen Übungsfälle für Juristen daraus bauen: Eine ziersüchtige Weibsperson beauftragt ihren Stecher, rund elf chinesische Schriftzeichen in Raum zwischen Hirn und After zu platzieren. Der tut es, wählt aber statt irgendeines gewünschten hirnverbrannt-floralen Mao-Gedichts in fünffacher Verkitschung das oben zitierte Muster.

Wie sieht es mit seiner Strafbarkeit aus?






 

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