Mittwoch, 23. Mai 2012

Act of God

Nachdem der Regenzauber eines Scharlatans eine Sturzflut „verursacht“ hatte, klagte er wegen verweigerten Honorars gegen die auftraggebende Gemeinde. Der Rechtsstreit verlief nach den Worten von SPIEGEL ONLINE so:
 Erbost verklagte Hatfield die Stadt. Nach jahrelangem Rechtsstreit urteilte das Gericht schließlich, der Regen, der San Diego heimgesucht hatte, sei nichts als ein Werk Gottes gewesen. 
 Mir sind die mittelalterlichen Einsprengsel des anglo-amerikanischen Rechts ja auch sehr sympathisch. Mit dem „act of god“ habe ich sicherlich schon einmal gespielt. So wie hier, geht es aber eher nicht, weil es das Bild heraufbeschwört, der US-Richter habe den Regenguss auf ein Eingreifen Gottes in die Geschichte zurückgeführt - das Bild eines naiven Wilden im gottesfürchtigen Justizanekdotenstaat.

Richtig wäre die prosaische Übersetzung als „höhere Gewalt“.

Rinks und lechts:


Martin Rath







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