Freitag, 2. März 2012

Oliver Tolmein las Apothekenbetriebsordnung

Zugegeben, ich habe Vorbehalte gegen Oliver Tolmein, die ich gar nicht auf Anhieb geklärt bekomme. Sie haben jedenfalls nicht damit zu tun, dass mir Menschen verdächtig wären, die in der Jugend für die linksradikale konkret arbeiteten und im gereiften Alter für die FAZ schreiben. Vermutlich kaspert sich im Hinterkopf irgendein Vorurteil aus unverdauter Lebenschutzdiskussion und einer blassen Erinnerung an den Nipperdey-Clan zusammen.

Aber der Vorurteile wegen soll das Posting nicht verfasst werden. Doktor Tolmein hat sich die Apothekenbetriebsordnung angeschaut und festgestellt, dass Palliativmedizin immer noch von den Bedürfnissen eines nicht hinreichend gealterten Parlaments von schlechter Pragmatik gekennzeichnet ist.

Ich kann mich an einen Menschen erinnern, der in den 1990er-Jahren zwischen Opiatverordnung (ordentlich) und THC-Vergabe (knauserig bis zum Verbrechen) am Ende seines Lebens mehr oder weniger verhungert ist.

Mir ist das widerwärtig, was unsere Feudalversammlung Volksvertretung hier beschließt. Und ich halte mich einmal mit Gedankenspielen zurück, wie viel das mit der Dammbruchrhetorik zu tun hat, die wir wem (mit) zu verdanken haben?

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