Dienstag, 10. Januar 2012

Nicht bestellt, vielleicht zu lesen: Kriminalität im Amtsbezirk Heidelberg


Franz Dochow, bereits mit einem Doktorgrad in - heute würde man sagen - Wirtschaftswissenschaften gesegnet, wurde 1906 zudem durch die juristische Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität promoviert.

Eigentlich hatte ich eine andere Dissertation bestellt, die Universitäts- und Stadtbibibliothek zu Köln gab mir die von Dochow heraus.

Weil heute nichts mehr in der Welt ist, was nicht in den Akten im Internet zu finden ist, zudem der unfruchtbare Zufall in Köln vielleicht anderenorts zu einem nützlichen mutieren kann, stelle ich - für die Sammlung sonst nutzlosen Wissens - den Lebenslauf online, vorsichtig mit dem Handscanner digitalisiert, per ABBYY Finereader erkannt.


Lebenslauf.Im Jahre 1875 zu Halle a. S. als Sohn des weil. o. ö. Professors der Rechte Dr. jur. Adolf Dochow geboren, evangelisch, studierte ich, nach Absolvierung des Gymnasiums, in Halle Rechts- und Staatswissenschaften und erlangte im Jahre 1900 die Doktor­würde der dortigen hohen philosophischen Fakultät mit einer „Untersuchung über die Stellung des Handels in der Volks­wirtschaft“.Am 1. September 1900 trat ich in das Bureau der Handels­kammer in Halle als wissenschaftlicher Hülfsarbeiter ein, vom 1. Januar 1901 bis 31. März 1902 war ich als zweiter Sekretär tätig. Diese Stellung gab ich auf, um als Sekretär dem Staatsninister Freiherrn von Berlepsch vorwiegend bei seinen sozial­politischen Arbeiten zu helfen. Vom 1. Oktober 1904 bis zum 31. März 1905 war ich im Kaiserlichen Statistischen Amt als wissenschaftlicher Hülfsarbeiter tätig, vorher habe ich vorübergehend im Großherzoglich badischen Statistischen Landesamt zu meiner Information gearbeitet.Im Sommer 1905 nahm ich in Heidelberg meine juristischen Studien wieder auf. Meine Lehrer sind hier die Professoren Anschütz, Jellinek und v. Lilienthal.Im September und Oktober 1903 arbeitete ich im Landratsamt zu Weißensee in Thüringen.Ich verfehle nicht, meinen oben genannten Lehrern für alle Anregungen zu danken, desgleichen Herrn Oberregierungrat Dr. Lange in Karlsruhe und Herrn Landrat Dr. v. Lucius für die Bereitwilligkeit, mit der sie mich in die Geschäfte der ihnen unterstellten Ämter eingeführt haben. Franz Dochow
Definition: Dochow, Franz.
Biografie: Dochow, Franz


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