Dienstag, 10. Januar 2012

Himmelschein


Juri Himmelscheins „Beiträge zu der Lehre vom Rechtsgeschäft“ aus dem Jahr 1930 dürften heute allenfalls noch für eine professorale Fußnote zu diesem Thema dienen. Ich wollte es nur einmal zur Hand nehmen, um mir vom Abstraktionsgrad seines Diskurses ein Bild machen zu können.

Von der Qualität der Anstreichungen (in ihrer Materialität: teils harte Buntstiftstriche) lässt sich auf ein langes Ruhen im Bibliotheksbestand schließen. Der Gebührenzettel, aus dem Jahr 1982, könnte darauf hindeuten, dass 30 Jahre seit der letzten Ausleihe vergangen sind.

Auch wenn ich mich in den Inhalt nicht einarbeiten werde, es sei denn, er begegnet mir bei einem Studium des angelsächsischen Rechts noch einmal, finde ich es bedauerlich, dass so (prima facie) scharfsinnig-abstrakt eher selten gedacht und geschrieben wird - heutzutage, damals aber wohl auch schon selten.

Juri Himmelschein, einen Artikel über ihn, aus der „Juristischen Schulung“ (Ende der 1990er-Jahre), habe ich nur noch sehr, sehr grob in Erinnerung, war - mit dem Gedächtnisvorbehalt - ursprünglich russischer Untertan, später deutscher Doktor der Rechte (mit philosophischem Fundament) und wurde Anfang der 1940er-Jahre ermordet.

In die Zitierkartelle der späten 1940er- und frühen 1950er-Jahren fanden dann schon die Überlebenden nicht eben überreiche Aufnahme.


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Mittig mag „Blogger“ nicht, also als Randnotiz:

Martin Rath




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