Dienstag, 6. Dezember 2011

Gerd Koenen, Traumpfade der Weltrevolution, Köln, 2. Auflage 2008, 602 Seiten.
(Signatur 37A5379 Universitäts- und Stadtbibliothek Köln). Sonntag bis heute gelesen.

Eine Aussage dieses Buches darf ich kurzerhand empirisch widerlegen:
„Kurz und gut, man ist bei Che [Guevara] - der zu dieser Zeit zu den meistfotografierten Männern seiner Zeit gehörte - in der auratischen Sphäre des Starkults und Sexappeals, der zuweilen auf beide Geschlechter gleichermaßen wirkt und dem sich auch der nüchternste Geist oder wütendste Homophobe nicht völlig entziehen kann.“
Dem ist nicht so. Auf mich wirken eschatologische Naherwartungen und ihre Vertreter auf Erden stets abschreckend. Dazu bedarf es keiner Homophobie, Nüchternheit genügt völlig. Eine alberne Verallgemeinerung, dieser Satz auf Seite 546.

Im Übrigen natürlich ein höchst lesenswertes Buch, wie ebenfalls empirisch zu beweisen war.

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