Donnerstag, 1. Dezember 2011

Existenzrecht

Einer dieser Gedanken, die morgens um 3.00 Uhr auftreten, als Nachwirkung einer Tasse Ingwertee zuviel, abends, zuvor:

„Existenzrecht“ könnte sich als ähnlich heikle Vokabel herausstellen wie „Selbstbestimmungsrecht [der Völker]“.

Einzelne Menschen haben subjektive Rechte, aufaddiert möglicherweise zu kollektiven Rechten: Leben, Freiheit, Eigentum, beispielsweise. Kann es aber ein so existenzielles Recht geben, wie das auf Existenz? Wer da ist, dem werden subjektive Rechte zugerechnet (oder er muss sich um sie kümmern). Wer nicht da ist, hat diese Sorge nicht.

Als Vokabel der politischen Rhetorik wird „Existenzrecht“ ihre Funktion erfüllen. Ob sie aber anschlussfähig ist, was juristische Fragen betrifft, da habe ich erste Zweifel.

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