Sonntag, 25. September 2011

Langenfeld/Rhld. 1994

Beim Ausmisten alter Dokumente (das meiste ist längst durch den Schornstein oder den Altpapiercontainer gegangen) finden sich noch Rudimente. Auf die Rückseiten von alten Protokollen des GRÜNEN-Ortsverbandes Langenfeld hatte ich Zeitungsausrisse geklebt, die ich auch nicht mehr brauche (bzw. die sich mal eben schnell über den Scanner ziehen lassen, Adobe X ist für flügges OCR ohne großen Qualitätsanspruch keine schlechte Sache).

Obwohl ich ja dabeigewesen bin, bräuchte ich für manches gar lustig gemeinte Zitat inzwischen schon die Energie eines Philologen, der die Unterschichten abgeschabter Dokumente aus den Kanzleien mittelalterlicher Herrscherhäuser zu entdröseln versucht. Bei dem hier zum Beispiel:

TOP 4 Verschiedenes
Bernd erklärt, daß er demnächst in Hilden wohnen wird. Sein Blick zurück im Zorn löst Betroffenheit (Herbert), Gleichgültigkeit und/oder heimliche Freude aus. Die in Zusammenhang mit Bernd immer wieder gern aufgeführte kommunalpolitische Staatsoper »Der Sündenbock und der Tanz der bösen Wichte« kam angesichts der vorgerückten Stunde nicht über die Ouvertüre hinaus.
 
Herbert Schrnidt schloß die Sitzung gegen 23.45 Uhr.
für das Protokoll: Martin Rath


Montag, 12. September 2011

Deutschlandradio Kultur startet völlig bescheuert

Vorhin auf Deutschlandradio Kultur gehört:

„... Jürgen Todenhöfer geißelt die Todesopfer ...“

Zitat aus einem überflüssigen Bericht zur ersten Talkrunde von Günther Jauch im Ersten. Sylvia Ahrens scheint für ihren Beitrag die falschen Drogen genommen zu haben. Aber schön, dass die Woche schon vollkommen bescheuert beginnt. Denn, Hand aufs Herz, muss man sich dabei nicht ein MdB a.D. vorstellten, das Leichen schändet?

Freitag, 9. September 2011

Amazonenwahn

Ich habe bei Amazon ein Quantum Neemöl in der Hoffnung bestellt, damit die vereinzelten Blattläuse auf meinen Chilipflanzen vollends auszurotten.
Die Bestellung hat zu einem bedenklichen Wandel in den Produktvorschlägen geführt. An sich habe ich ja mehrere Wunschzettel voll sinnvollen Zeugs, doch ein Ölquentchen führt zu Dingen, die ich nie kaufen würde (Bbb-minus-Komödien, humoristische Literatur, derlei Quark).

Martin Rath


Mittwoch, 7. September 2011

Klassenkamerad, Twin Towers

Im Magazin der Autoren erzählt Michael Schophaus von seinem Freund und Klassenkameraden „Klaus aus Bottrop“, der am 11. September 2011 beim Anschlag auf das World Trade Center ermordet wurde.

Weil hier eine persönliche Erinnerung erzählt wird, einmal nicht der halb-polite Mist, der gerade durch die Medien schwappt, und das (in Köln etwas verschriene) Städtchen Bottrop immer meine Neugier weckt, habe ich mir via CNN ein Bild von „Klaus“ herausgesucht.

Ich kann Schophaus verstehen.

Montag, 5. September 2011

Wieder einmal: überflügelndes Fehlverständnis

Mit nur einem Auge in die Online-Ausgabe der ZEIT zu schauen, schmuggelt in die Aussage einen „Waschlappen“.

FDP nach der Wahl
Eine Partei sucht ihren Sinn

FDP-Chef Rösler will nach den vielen Wahlschlappen ein Zukunftskonzept für die Partei erarbeiten. Doch seine Ideen dafür sind schwach.
Glaubte ich die esoterische Lehre des Doktor Freud, müsste ich vermuten, mein Unbewusstes mag die FDP nicht. Dabei kommt die Partei in meiner Präferenzfolge gar nicht mal auf dem letzten Platz.