Dienstag, 9. August 2011

SPIEGEL-Dokumentation im Sommerschlaf?

Da findet sich auf SPIEGEL ONLINE ein an sich höchst lesenswerter Artikel über die Notwendigkeit, den Welthunger durch bessere Verpackungs- und Konservierungstechniken für Lebensmittel einzudämmen. Zum deutschen Konsumverhalten wird jedoch eine Stimme zitiert, über deren Wert man geteilter Ansicht sein kann:
"Viele Verbraucher sehen das Mindesthaltbarkeitsdatum als Trennungsabsolution, obwohl viele Lebensmittel nach Ablauf noch frisch sind", erklärt der Konsumpsychologe Stephan Grünewald vom Markt- und Medienanalyse-Institut Rheingold in Köln.
Aha. Für diese Alltagserkenntnis aus dem Reich der bescheuerten Mitbürgerinnen und -bürger braucht man also einen „Konsumpsychologen“. Mir sind die Publikationen von Herrn Grünewald nicht geheuer. Schmerzhaft schlummert der Gedanke an sein Postulat von der Aldisierung der Gesellschaft im Hinterkopf, wenn ich mich recht entsinne, eine Auftragsarbeit des Rheingold-Instituts, finanziert von etwas besseren Discount-Konkurrenten der Gebrüder Albrecht.

Gucken die SPIEGEL-Dokumentare eigentlich noch darauf, dass Quellen irgendwie von gleichmäßigem Gewicht sind? Ich glaube es nicht.

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