Dienstag, 23. August 2011

Fehl-Lesung: Sinistra-Pose

Gelegentlich gebe ich hier ja zum Besten, wenn beim mehr oder weniger schnellen Lesen das gedruckte oder pedeffierte („pdf-ierte“) Wort einer Zeitung oder eines Magazins im Hirn einen anderen Eindruck hinterließ als vom Schreiber beabsichtigt.

In einem Anfall von Schlaflosigkeit las ich vorhin die elektronische FAZ vom Samstag (PDF-Version), in der Besprechung von Lepsius' & Meyer-Kalkus' Buch „Inszenierung als Beruf“ über den Fall Guttenberg, dieser habe sich in einer
Sinistra-Pose
dargestellt. Dass sich sinistre Menschen in einer Sinistra-Pose ins Pressefotografenbild bewegen, mag vorkommen, wird aber sprachlich wohl eher selten so gefasst - selbst bei den Fremdwortfans aus Frankfurt am Main. Natürlich stand da
Sinatra-Pose.

Sonst bin ich natürlich schon lieber lesefehlerfrei unterwegs:

Martin Rath



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