Mittwoch, 23. März 2011

Ungelesen


Der erste, bosthafte Gedanke: Na, dazu kann ja nicht viel gehören, dass ein Buch diesen Kopf erhellt.
Aber, Hand aufs Herz: Das ist ein unfairer Gedanke (so schrecklich ist P. nun doch wieder nicht). Als Empfehlung wirkt er - für meinen Geschmack - aber trotzdem kaum. Dafür schrieb er zu viele dünnbrettene SPIEGEL-Essays.

Dienstag, 22. März 2011

Liebreizend böse

Hoi, hoi. Eine kleine, feine Boshaftigkeit in einem Leserkommentar, gefunden unter einem Artikel von Jürgen Kaube, der die chinesische Neugier an westlichen Großtheorien behandelt:
Wir warten gespannt auf die erste vollständige chinesische Ausgabe der Werke von Martin Heidegger und Rudolph Steiner.
.
Dann haben sie was zum Nachdenken.
Das hat „HansMeier555“ sehr fein formuliert.

Könnte allerdings sein, dass der Martin und der Rudi im Chinesischen an Sinn gewinnen. (Um dann selbstverständlich als verschrobene Rückübersetzung in hiesige Esoterikergefilte reimportiert zu werden.)

Montag, 21. März 2011

Kurt Beck und Michael Preute - noch ein bisschen widerlicher

Ach, und ich dachte der Gipfel der Widerlichkeit sei schon genommen worden.
Michael Preute, unter dem Namen Jacques Berndorf bekannter Autor von „Eifelkrimis“ ist Alkoholiker. Er macht darum keine großen Umstände, trägt zur Aufklärung bei und ist der lebende Beweis, dass das Problem mit der Droge Nr. 1 nicht nur psychotische Parkbankbewohner betrifft.



Preute hat den Skandal um die teilweise staatsfinanzierte Investitionsruine rund um den Nürburgring zum Gegenstand eines seiner Krimis gemacht. Dieser Krimi wurde, das allein war mir schon unglaublich, offiziell von Kurt Beck dem Publikum vorgestellt. Richtig übel: Kurt Beck schloss mit Preute eine Wette ab, so wie das Politiker seines Formats tun: Er drängte sie dem anderen auf. Wettpreis, den Preute erhalten solle: eine Kiste Wein.

Heute lese ich im SPIEGEL, dass Beck Landesmittel zugunsten einer von Preute mitorgansierten Kongressreihe in der Eifel hat lockermachen lassen. Man möchte Liebermann zitieren.


Nachtrag: Preute sah es gelassen.