Montag, 31. Januar 2011

Familien-Verantwortung

Kruden Unfug aus dem für ministrabel befundenen Umfeld der Bundeskanzlerin liest man heute im SPIEGEL, Seite 26:
Sie sollten es nicht erfahren, die Sache würde ja noch genug Wellen schlagen, und so bestellte Kristina Schröder Rotwein, wenn sie mit Parteifreuden zusammensaß. Sie kennt die Geschwätzigkeit ihrer Kollegen.
Alkohol ist das beste Dementi einer Schwangerschaft, und wer achtet schon darauf, dass das Glas den ganzen Abend unberührt bleibt?
Angetan hat es mir der Satzteil:
Alkohol ist das beste Dementi einer Schwangerschaft[.]
Selbstbewusstsein, Verantwortungsfreude und konsequentes Verhalten - irgendwie sieht ministrables Verhalten anders aus, als von der BILD AM MONTAG dargestellt. Aber vielleicht will sich ja Frau Schröder noch hier einschmuggeln. Das geht vermutlich nur hinterrücks, verantwortungsarm und inkonsequent.

Mittwoch, 26. Januar 2011

Heinrich von Kleist - orthografisch [fast] völlig unauffällig

Vieles von dem, was sich in diesen Wochen im Original lesen lässt, zeigt Heinrich von Kleist in der Orthografie seiner Zeit. Ein bisschen überrascht war ich, bei diesem Blogger avant la lettre einen Eintrag zu finden, der fast gar nicht von der heutigen Schreibweise abweicht:
„Abends gegen 6 Uhr entzündete sich in der Adlerstraße in der Wohne einer Wittwe ein Strohsack, welcher an den Ofen gelegt worden war, und verursachte einen sehr starken Dampf. Das Feuer wurde sogleich erstickt, wiewohl die Wittwe abwesend war. Bei beiden Vorfällen ist kein Feuerlärm geschlagen worden.“
Na, mehr Abweichungen vom dummen Duden drin als beim durchschnittlichen Blogautor heutiger Tage? (Wobei sich der Blogger von Welt ja auch gerne der Polizeiberichte bedient, in denen nicht immer ein Sack [Reis, China] umfällt.)

Na, gleich aufgefallen? Fängt mit „W“ an.