Mittwoch, 29. September 2010

Meditation über Stellenausschreibungsblödsinn


Im Job-Newsletter sah die Kurzform dieser Stellenausschreibung der Bertelsmanntochter Arvato wirklich lustig aus. Gesucht werden „m/w“.
Vermutlich sollten die „Professionals“ ja noch mit in die Oberzeile, ob das aber die Verständlichkeit erhöht hätte?
Nebenbei: Kürzlich las ich in ein, zwei Tagen eine 400-seitige Al-Capone-Biografie am Stück und auf Englisch. Können kann ich das also. Ein paar Tage später, ich glaube in der FAZ, fand sich ein Blick auf die Verzweiflung ehemaliger QUELLE-Mitarbeiter, die - weil sie nie Englisch (gut) gelernt hatten - nunmehr noch nichteinmal mehr die verquast-englischen Stellenausschreibungen verstünden.
Mir zieht das gelegentlich echte Zornesfalten über die Stirn. Man ist ja noch fähig, Mitleid zu empfinden.









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Dienstag, 14. September 2010

SPIEGEL von gestern: Verteidiger des Glaubens

In der Ausgabe von gestern sumpfte die SPIEGEL-Redaktion vorzüglich im religionshistorischen Abseits: Namens seiner Königin habe noch Tony Blair den Papst zum Besuch in Großbritannien eingeladen, jener Monarchin
Elizabeth II., zu deren Titeln ebenfalls das papstähnliche Amt einer „Verteidigerin des Glaubens“ gehört.
Korrekt wird zuvor schon angemerkt, dass bereits Heinrich VIII. den Titel trug. Hübscher Anfall von Halbbildung, wurde der Titel „Verteidiger des Glaubens“ der englischen Krone doch vom Papst verliehen - übrigens dem später böse abtrünigen Heinrich, als der noch gut-katholisch war: als Auszeichnung für seine - noch - stramm anti-protestantische Haltung.

Mittwoch, 8. September 2010

Erstaunlicher Bewertungswandel beim Online-T-Shirt-Drucker

Vorhin erhielt ich eine E-Mail, in der ich eingeladen werde, mich mit dem Angebot eines Unternehmens anzufreunden, dessen Leistungsversprechen darin besteht, T-Shirts zu bedrucken, die man selbst zuvor online über ein Tool des Unternehmens gestaltet hat.

Im Sommer 2009 habe ich diese Dienstleistung genutzt, jedoch meine per Vorkasse erbrachte Zahlung ohne jede Gegenleistung oder Antwort auf wiederholte Erinnerungen/Mahnungen als verloren in den Wind geschrieben. Die Staatsanwaltschaft habe ich damals nicht bemüht, sie hätte vielleicht den Betrugstatbestand geprüft, aber was soll das bringen...?

Nicht das intelligenteste Verhalten meinerseits, aber da ich das erste Mal in dieser Weise hereingefallen war und der Betrag sich mit rund 20 Euro in Grenzen hielt, konnte ich das als Lehrgeld verbuchen.

Nun also erhielt ich Reklame per E-Mail, was eine kleine Googlesuche nach sich zog, ob sich in der Einschätzung des Unternehmens in der Community inzwischen etwas getan hat, zunächst der Link auf die Erfahrungsberichte, die ich vor meiner Bestellung hätte lesen sollen:

Interessant zu sehen, wie sich bei einem Unternehmen im Lauf der Zeit die Einschätzungen auf einer Bewertungsplattform doch ändern können.

Und nun aber das sehr erfreuliche Resultat neuerer Zeit: Bewertungen heute, 08.09.2010!

Das kann ich mal ganz ohne Ironie schreiben (Ironie kann an dieser Stelle ja leicht justitiabel werden), wenngleich ich mir bei der Lektüre der Bewertungen natürlich meine Gedanken mache.

Dienstag, 7. September 2010

Wiki-Tagesartikel

Über den Artikel des Tages stieß ich auf diesen. Manchmal ist man froh, mit gut katholischem Weihwasser getauft zu sein. Was sich die Protestanten für mörderisches Personal in Ehrenämter berufen haben, geht auf keine Kuhhaut: nach dem Krieg, in freiheitlich-demokratisch geordneten Zeiten.