Montag, 19. Juli 2010

Ole von Beusts Alles-hat-seine-Zeit-Zitat

Zugegeben, ich habe nur aufgeschnappt, was sich die Rundfunker zurechtgeschnitten hatten, aus Ole von Beusts Rücktrittserklärung mit Bibelbezug. So oder so ähnlich:
Alles hat seine Zeit, heißt es in der Bibel. Das gilt auch für Politiker.
Obwohl ich mich nicht als besonders bibelfest bezeichnen würde (allenfalls in dem Sinn, in dem Otto Schily das einmal tat), dachte ich sofort: „Kohelet“. Und siehe da, dieses leicht bis mitteschwer depressive Buch der vorchristlichen Bibel ist tatsächlich einschlägig.

Fragt sich nur, was es zu heißen hat, wenn einem zurücktretenden Politiker ein doch recht depressiv gestimmter Bibelabschnitt einfällt - persönlich, aber auch, was ihre Politik angeht. Denn, bei Licht besehen, ist das Ole-von-Beust-Zitat ja fast das Freundlichste, was sich im düstren Bibeltext finden lässt.

Nur gefragt:



Montag, 12. Juli 2010

Ferengis - Rottweiler wissen's nicht

Wie komme ich noch gerade darauf?

Ach, irgendwie stieß ich vorhin auf ein Blog, über dessen Inhalt ich mich gar nicht groß äußern kann. Mangels Kenntnis.

Mir stieß bloß der Name auf, „ANTIFERENGI“. Ob irgendetwas Ausländerfeindliches vielleicht dahintersteckt?

Nein. Klar, dass sich „Ferengi“ mit ziemlicher Sicherheit auf eine Gruppe Außerirdischer in der bei Licht besehen doch eher dämlichen Star-Treck-Mythologie bezieht.

Kaum zu glauben, aber wahr: Unter dem Schlachtruf „ferenghees“ hetzten indische Nationalisten im 19. Jahrhundert gegen die Außerirdischen Ausländer - in Gestalt britischer Imperialisten, deren Sprache - „foreigners“ - sie sich dabei verballhornt bedienten.

Robert Darntons „George Washingtons falsche Zähne oder Noch einmal: Was ist Aufklärung“ gehört zu den weniger oft gelesenen Büchern. Dort findet sich nämlich der Hinweis aufs „f“-Wort.

Diese beiden Rottweiler wussten's vielleicht nicht.