Freitag, 29. Januar 2010

Virgil Tibbs, ein „afrikanischer Polizist“

Laut PRISMA-Programmauskunft für heute ist Virgil Tibbs, ein Charakter im ihn im Titel führenden Film, ein afrikanischer Polizist. Ob das der WDR verbrochen hat? Oder war es die Redaktion der Fernsehzeitschrift?

Wie eine Generation von dunkelhäutigen US-Einwohnern, beginnend mit den Kindern der Sklaven, zur nächsten über ihre selbstgewählten (und -erkämpften) Ethnonyme stolpert, ohne dass den jeweiligen Gruppenbezeichnungen das erwünschte Maß an öffentlicher Anerkennung zuteil würde, beschrieb nach meiner Erinnerung schon die Verfilmung von „Roots“.

Es ist natürlich auch eine tolle Lösung, das Problem eines - vermutlichen - Anachronismus zu vermeiden (Virgil Tibbs hätte sich seinerzeit wohl kaum als Afroamerikaner bezeichnet, wie es zwischenzeitlich die political correctness vorsieht), indem man seine ethnische Bezeichnung gleich ganz nach dem Heimatkontinent seiner Vorfahren wählt.

Vermutlich ist dann der rassistische Dorfpolizist Gillespie aus dem Vorgängerfilm ein europäischer Polizeichef.

Sprächmäkelei als Tagesgeschäft oder -laune von:










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