Sonntag, 17. Januar 2010

Ob sie beim Berlin Verlag bzw. der WamS alle Tassen im Schrank haben?

Die titelgebende Frage stellte ich mir, als ich dieser Tage die oben (farblich veränderte) Anzeige in der Zeitung fand. Über Richard Ford oder Khaled Hosseini möchte ich mich nicht auslassen, aber den so ziemlich in jeder Beziehung widerlichen Roman „Die Wohlgesinnten“ von Jonathan Littell zu den „liebste(n) Romane(n) des Jahrzehnts“ zu zählen, wie es Elmar Krekeler und Matthias Wulff - ausweislich der Anzeige aus dem Berlin Verlag - getan haben sollen, kann selbst bei jenem flüchtigen Leser dieses Blogs Zweifel an der Geistesverfassung (der solcherart Zitierten oder Zitierenden) wecken, der meinem harschen Urteil über Littells pervers-abstruses Machwerk nicht in meiner vollen Schärfte beipflichten möchte.

Johathan Littells SS-Porno zu den liebsten Romanen zu zählen? Ich bitte Sie. Das kann doch nur der Welt am Sonntag passieren. Aber damit auch noch Reklame machen? Ich bitte Sie, wenn das der Führer Joachim C. Fest selig (um mal den vielleicht nicht historisch aber doch geschmackssicheren Verlagsgründer-Papa rhetorisch anzurufen) wüsste.

Keine Kommentare: