Dienstag, 8. Dezember 2009

Schneller Blick ins Elektronenblatt (1) - Volker Rieble & die neofeudale Wurschtelwirtschaft

Einen Doktor Rieble erlebte ich noch als forschen Privatdozenten an der Universität zu Köln, der wenigstens einen Übungsfall - wenn ich mich recht entsinne -, damals ca. 1996, um ein xenophobes Stereotyp herumbaute. (Was eine freundliche Formulierung ist, wenn in einem Mietrechtsfall blöde Ausländer die Mietsache durch Grillen im Wohnzimmer beschädigen.)

Bei der Lektüre seiner arbeitsrechtlichen Glossen in der großen deutschen Tageszeitung aus Frankfurt am Main (dank der verheerenden und leutvertreibenden Tätigkeit des Dumont-Konzerns wird es bald ja im engeren Sinn wirklich nur noch eine geben, die Frankfurter Rundschau wird es jedenfalls nicht mehr sein) hinterließ der nunmehr auch professoral firmierende Doktor Rieble zwar auch noch einen recht forschen Eindruck, politisch korrekt (und ich bin gar nicht einmal besonders linksgestrickt) die Nase rümpfen brauchte ich dabei jedoch nur noch selten.

Kräftig beipflichten mochte ich indes erstmals heute, in diesem Stück über die problematische Systemkonformität des Kurzarbeitergeldes in unserer hübsch neofeudalen Wurschtelwirtschaft, die bloß noch von besonders blöden Böcken als „Kapitalismus“ geziehen wird.


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