Samstag, 5. Dezember 2009

idw für heute (5) - Nach uns die Sintflut, ein wissenschaftlicher Standard

Gestern war ich zu einer Feldforschung in Sachen „Alterungsprozesse humanoider Biotope“ in einer Eifeler Kleinstadt unterwegs, zu Deutsch: beim Geburtstag meiner älteren Schwester; vorgestern war ich eher faul, darum gibt es heute gleich einen größeren Aufguss von Meldungen des informationsdienstes wissenschaft, idw:

  1. Sympathisch sind sie mir, soweit ich recht vermute, allesamt nicht, die Organisationen, Personen, Publikationen, die in den deutschen Verfassungsschutzberichten aufgelistet sind. Als Eckpfeiler der Meinungsfreiheit dürften sie indes kaum gelten, die jährlichen Gesinnungstestate, die hier im Zentrum der rechtswissenschaftlichen Kritik stehen. Ein Ende werden sie wohl so schnell nicht finden, steht doch auf Nr. 1 der deutschen Wertenomenklatur die allseits staatlich zu schützende Würde, anders als im Mutterland der Demokratie, den USA (wo's die Meinungsfreiheit ist).
  2. Nicht besonders anziehend finde ich die Werke des Kölner Psychiaters und Theologen Manfred Lütz, der für meinen Geschmack manches psychosoziale Problem nicht äätäpötääte genug behandelt (na ja „behandeln“ wird er sie kostenpflichtig als Arzt wohl schon, ich meine seine schriftstellerischen Auslassungen), ein lützsches Naserümpfen umkräuselt jedoch auch die Mitte meines Gesichts, wenn ich lese, dass das schwindende Vertrauen in die Ärzteschaft hier als „Glaubenskrise“ tituliert wird.
  3. Geradezu theologische Entgleisungen wiederum verdient der zentrale Gegenstand aller Theologien, also: der Mensch. - Jedenfalls wenn man der harten Psychologie dieses so genannten Geschöpfes glaubt, die dem Homo ludens kein gutes Zeugnis ausstellt. Hier: für gutes Tun tut der Spieler wenig. oder Nach mir die Sintflut.
  4. Entfernt verwandt damit: Höllenzeugs. Über die Motive etc. der Online-Gamer.
  5. Dass das moralische Sturmgeschütz der Bill-Clinton-Administrations-Ära ne kölsche Jung -also ein fröhliches Wesen aus der Stadt Köln - ist, wusste ich gar nicht. An der Universität zu Köln erhält Amitai Etzioni den Meister-Ekkehard-Preis (in der Uni Orthografie allerdings ohne Binde Striche). (Kalauerfan, der ich bin, muss ich natürlich erwähnen, dass Bill Clinton selbst eigentlich der typischere kölsche Jung war.)
  6. Neue Chancen für Lungenkrebspatienten dank verbesserter Strahlentherapie. Da mache ich keine Scherze.
Noch müde von gestern und darum schnell schließend:






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