Sonntag, 27. Dezember 2009

idw für heute (11) - Internetabschaltung, Johanniskraut, Autismusursachen, Religion und Gewalt, Entscheidungskontexte, Hippel als Krankheit

Nach den Weihnachtsfeiertagen reiche ich heute - als Auwahlvorschlag - das Folgende weiter. Wenigstens mag der geneigte Leser, die geschätzte Leserin dieses Blogs damit womöglicher medialer Verdauungsprobleme Herr oder Herrin werden:

  1. Heute unkte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, man möge doch einmal spaßeshalber das ganze Internet abschalten. Woran fleißige Viren- und Trojanerproduzenten emsig arbeiten, dagegen steuern unter anderem Forscher von der TU München gegen.
  2. Man wundert sich nicht mehr, wenn es um die sogenannten Naturheilmittel geht: Selbst die Wirksamkeit des ubiquitär verbreiteten Johanniskrauts - hier behufs Missstimmung von Jugendlichen - will noch erforscht sein.
  3. Vermutlich von höherer wissenschaftlicher Potenz sind hingegen diese Studien, die sich der Antwort auf die Frage nähern, was Autismus verursacht.
  4. Eingedenk meiner eigenen, natürlich katholischen Grundausbildung möchte ich unken, dass die christliche Theologie an sich schon heftig gewalttätig ist (Gott lässt Jungfrau Sohn gebähren, soweit so hellenenfromm; 30 Jahre später: Geißel, Kreuz und Gottvaters fragwürdige An-/Ab-/Sonstwie-Wesenheit während Gottessohnes Tod). Mehr um den Faktor Gewalt in der Ausbreitung religiösen Irrsinns (auch der vorbezeichneten Sorte) kümmert sich dieses Projekt.
  5. Spannender finde ich dieses Projekt der Universität Mannheim, dem es um die Frage geht, wie Menschen Entscheidungen treffen - insbesondere was die unscheinbaren Einflüsse im Entscheidungskontext betrifft.
  6. Von Hippel - dabei dachte ich bisher an eine Lektorin, bei Kiepenheuer & Witsch (oder war's Dumont), einen Juristen der 1930 promoviert wurde bzw. den berühmten Polizeipräsidenten von Königsberg zu Kants Lebzeiten. Es gibt eine weit weniger schöne Perspektive auf diesen Namen.
  7. Ich glaube, diese Meldung ging vor Weihnachten schon in diversen Medien herum: Geschenke werden vom Beschenkten geringer geschätzt als es ihr Marktwert herzugeben nahelegt.

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