Montag, 3. August 2009

Schon wieder, Precht

Richard David Precht hat eine Menge sinnvoller Dinge geschrieben, über manches, was etwas aus dem Mainstream heraustrudelte habe ich mich auch sehr gefreut. Beispielsweise über jene Stelle in seiner „Lenin-Biografie“ in der auf die (agent-) orangefarbenen Flecken auf der sonst so moralin-gestärkten Weste von Richard von Weizsäcker hinwies.

Inzwischen verstören mich die knödelblöden Bemerkungen, die sich in beinah jedem Text finden, den Precht publiziert. Ich denke da an gewisse Formulierungen zur „artgerechten“ Erziehung oder Sexualität, die sich ein wirklich scharfer Intellekt eher nicht erlauben sollte.

In der heutigen Ausgabe des SPIEGEL findet sich, in einem Artikel, der sonst durchaus Beifall verdient, der folgende, ziemlich hanebüchene Satz:
Aber erst wenn die Soldaten verschwinden, wird der American Way of Life, die erfolgreichste Massenvernichtungswaffe des 20. Jahrhunderts, auch in den Hochburgen der Fundamentalisten erfolgreich zünden.
Aha. Der „American Way of Life“ ist also „die erfolgreichste Massenvernichtungswaffe des 20. Jahrhunderts“?

Ich fürchte, aus rein ökonomischen Gründen werde ich zukünftig die Buchstabenfolge p, r, e, c ,h, t als Markenzeichen für ärgerlichen Unfug werten - und jene Texte, die sie über- oder unterschreiben, ungelesen lassen.




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