Sonntag, 5. Juli 2009

80 Prozent durch: Stachelmann-Krimis Bd. 1 bis 5

Christian v. Ditfurth | Lüge eines Lebens | Stachelmanns vierter Fall | Köln | Kiepenheuer & Witsch | 2. Auflage 2008 | 439 Seiten | e: 29.06.2009 | € 8,95

An den ersten drei Bänden der Stachelmann-Serie missfiel mir - weniger als anderen, ordentlicheren Rezensenten - ein wenig der überbordende Selbstzweifel des Protagonisten, sehr hingegen die kaum glaubliche zeithistorische Anlage: offenkundig in den 1990er-Jahren spielend agierten etwa im ersten Band körperlich allzu fitte Nazis und Nazi-Opfer. Realistischer zwar als in einem Indiana-Jones-Plot, aber schon hart an der Grenze.

Dem gestern und heute gelesenen vierten Fall kann man zeitlich-biografische Probleme nicht mehr vorwerfen (sieht man davon ab, dass Stachelmann hier eigentlich ein mittfünzigjähriger Habilitand sein müsste, selbst für Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler ist das dorch ein bisschen oll).

Im Übrigen stimmt manches, was man besser hier nachlesen mag. Wühlarbeit, wie sie im vorliegenden Band die ermordete Studentin unternahm, gehörte für mich bis jetzt zu jedem journalistischen Interview, das ich mit einem promovierten Zeitgenossen führte. Für Wühlarbeit zu meiner Person hänge ich meine Matte zwischen zwei Pflanzen dieser Linkplantage:












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