Montag, 20. Juli 2009

Guttttenbergwitz

„Mir fehlt übrigens ein wenig das Tragische. Gibt es in der Adelsfamilie denn keinen Gendefekt?“
Treffender Witz von „Tellerrand“ in Niggemeiers Blog zum STERN-Jubelheft über den „bayerischen Baron“.

Montag, 6. Juli 2009

100% ausdruckfähig


Dennis Knake schützt sein gleichnamiges Blog vor bösen Politikern, die - mangels Internetaffinität - seine Inhalte nur in ausgedruckter Form zur Kenntnis nehmen könnten - vor eben dem Ausgedrucktwerden.

Man muss nicht die alten Knaben Georg Friedrich Wilhelm Hegel & Denis Diderot mit ihrer Herr-Knecht-Fabel hereirufen, um zu vermuten, dass das schlaue Vorzimmerpersonal der unsäglichen Frau von der Leyen sich ungesperrt solcher Hilftsmittel wie PWYL bedienen kann.

Netter Versuch.




Sonntag, 5. Juli 2009

80 Prozent durch: Stachelmann-Krimis Bd. 1 bis 5

Christian v. Ditfurth | Lüge eines Lebens | Stachelmanns vierter Fall | Köln | Kiepenheuer & Witsch | 2. Auflage 2008 | 439 Seiten | e: 29.06.2009 | € 8,95

An den ersten drei Bänden der Stachelmann-Serie missfiel mir - weniger als anderen, ordentlicheren Rezensenten - ein wenig der überbordende Selbstzweifel des Protagonisten, sehr hingegen die kaum glaubliche zeithistorische Anlage: offenkundig in den 1990er-Jahren spielend agierten etwa im ersten Band körperlich allzu fitte Nazis und Nazi-Opfer. Realistischer zwar als in einem Indiana-Jones-Plot, aber schon hart an der Grenze.

Dem gestern und heute gelesenen vierten Fall kann man zeitlich-biografische Probleme nicht mehr vorwerfen (sieht man davon ab, dass Stachelmann hier eigentlich ein mittfünzigjähriger Habilitand sein müsste, selbst für Geistes- und Gesellschaftswissenschaftler ist das dorch ein bisschen oll).

Im Übrigen stimmt manches, was man besser hier nachlesen mag. Wühlarbeit, wie sie im vorliegenden Band die ermordete Studentin unternahm, gehörte für mich bis jetzt zu jedem journalistischen Interview, das ich mit einem promovierten Zeitgenossen führte. Für Wühlarbeit zu meiner Person hänge ich meine Matte zwischen zwei Pflanzen dieser Linkplantage:












Mittwoch, 1. Juli 2009

Michael Jackson oder Charlie Chaplin?



Die überzogene Aussage im SPIEGEL von vorgestern, durch den ich gerade blättre, halte ich für ausgesprochen fragwürdig.

Dass noch keine ausgeprägten Gemeinsamkeiten zum wohl wirklich größten Star des 20. Jahrhunderts gesucht werden, in der öffentlichen Auseinandersetzung mit Herrn Jackson, finde ich merkwürdig.

Die zweifelhafte sexuelle Appetenz von Charlie Chaplin ist - öffentlich - aktenkundig. Im Fall von MJ wird es wohl noch eine ganze Weile beim Verschwörungsrummel bleiben, kaum anzunehmen auch, dass das FBI zu „Jackos“ Lebzeiten ein ähnliches Interesse an seinem Privatleben hatte, wie es dunnemals die berühmteste Primadonna der USA zeigte.

Bildquelle Charlie Chaplin: Wikipedia