Dienstag, 5. Mai 2009

Gelesen: Caplet/Stephan, Sauberer Abgang

Anne Chaplet [d.i. Cora Stephan] | Sauberer Abgang | München | Antje Kunstmann | 2006 | 288 Seiten (Stadtbibliothek Köln, Sign. U Chaplet, Anne)

Ich finde es sehr gut, dass sich Cora Stephan aufs Krimi-Schreiben verlegt hat. Höre ich gelegentlich ihre Beiträge auf Deutschlandradio Kultur, denke ich mir nämlich: „Es ist immer nur dasselbe, das Selbe, das Gleiche, der selbe Sermon ...“. Als politische Autorin hat sich Stephan in den 1980er-/1990er-Jahren damit befasst, dem grünnahen Milljöh ein paar kluge Gedanken einzuimpfen. Da tat sie gut daran. Allein, es scheinen mir immer noch die gleichen Gedanken zu sein, das langweilt mich etwas.

Bei Krimis, vor allem solchen, die ich vor dem Einschlafen lese, ist mir die ewige Wiederkehr gleicher Stoffe, Figuren &c. aber durchaus lieb. Vermutlich der Effekt, den Kinder bei ihrer Gute-Nacht-Lektüre erleben.

Hier steht die Staatsanwältin Karen Stark im Vordergrund, ein wenig, die Erzählung ist nicht streng fokussiert. Hintergrundgeschichte ist ein mörderischer Unfall aus der linksradikalen Geschichte von Frankfurt am Main, Anfang der 1980er-Jahre. Reflexionen aus dem Putzgewerbe sind auch zu haben. Von grotesken Unglaubwürdigkeiten ist dieser Kriminalroman frei. Gut als Gute-Nacht-Lektüre & das ist nicht das Schlechteste, was ich hier über ein Buch schreiben kann.







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