Mittwoch, 1. April 2009

Satz 4 von Seite 123 | Günther Anders Antiquiertheit


Günther Anders | Die Antiquiertheit des Menschen 2 | Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution | München | Beck | 1992 | e: 25.10.1993

Gelegentlich frage ich mich ja, wer - sagen wir besser: wer ohne akademischen Prüflingsansporn - die ganze „Antiquiertheit“ von Günther Anders ungelogen vollständig gelesen hat.

Um einer Antwort näher zu kommen, lobe ich einen Preis aus: Wer sich diesbezüglich bis zum 1. April 2010 outet, dem schreibe ich ein Gedicht. Passenderweise vielleicht einen Lobeshymnus auf die Erotik des Atomkraftwerks. Oder ähnliches.

Bevor ich mich hier noch zu weiteren kreativen Verrenkungen entblöde, zitiere ich lieber ganz schnell den vierten Satz von Seite 123 und schlage diese Seite des Internets für heute zu:
Die als anvantgardistisch und verhöhnte Formel der Gertrude Stein „A rose is a rose is a rose&#147 - nahm hier [meint: im Zusammenschluss der Welt in einer Riesenmaschine, MaR] plötzlich Sinn an, weil sich nämlich herausstellte, daß sie nicht mehr galt, daß Kühlschränke keine Kühlschränke mehr waren, Untergrundbahnen keine Untergrundbahnen, Glühbirnen keine Glühbirnen mehr.
Dem Günther Anders Schrecken, dem Björn Theis ein Wohlgefallen. Ich halte mich da mit einer eigenen Meinung lieber heraus. Nur vielleicht: ein zugeschlagenes Blog ist ein zugeschlagenes Blog ist ein zugeschlagenes Blog.

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