Freitag, 6. März 2009

BolivierInnen, bitte nicht foltern | Satz 4 von Seite 123

Die Organisation rief die Behörden ferner auf, Maßnahmen zum Schutz aller Gefangenen vor Folterungen und Mißhandlungen zu ergreifen.
So Satz 4 von Seite 123, aus dem amnesty-Länderbericht für Bolivien. Dass der Jahresbericht von amnesty international so dick wurde, zwischen 1987 und 1994 lag sicher daran, dass sich der vormalige Ostblock in eine Vielzahl neuer Staaten zerspitterte. Auf Bolivien folgte hier das noch recht frischgebackene Bosnien-Hezegowina.

Ich wünschte mir, der ai-Bericht würde von Jahr zu Jahr -sagen wir realistisch: - um 5% dünner. Nicht, weil sich die Staaten wieder zusammenschlössen, sondern weil immer weniger schwere Menschenrechtsverletzungen gäbe.

Im Gegensatz zu altkonservativen oder reaktionären Kritikern des liberalen, sozialistischen oder jüdisch-christlichen Menschenrechtsuniversalismus glaube ich, dass diesem keine hypertrophe Mechanik zugrunde liegt, nach dem Motto: „Ginge es den Menschen irgendwann mal wirklich gut, so würden sie aus reinem Anspruchsdenken doch bloß neue, nun aber bloß vermeintliche Menschenrechte erfinden“. Ich glaube vielmehr, dass - sollten die schwersten Eingriffe in menschliche Bedürfnisse von Seiten „staatlicher“ Machthaber aufhören, durchaus einmal Ruhe in den Kotten käme. (Nach einer Übergangszeit, in der zarte Seelen sicher noch ein paar ulkige Ideen verföchten.)

Ich vermute, solche prinzipiellen Überzeugungen hatte ich schon 1994; leider hat sich RoW mir noch nicht angeschlossen, so dass sich nicht sagen lässt, ob die Leute im Recht sind, die die FAZ noch zu links finden oder jene, die sich ihren moralischen Schneid durch Gleichstellungsstellen-Planstellen und Gendermainstreamingförderprogramme abkaufen lassen. Man frage mich in 15 Jahren nochmal:






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