Sonntag, 8. Februar 2009

Verspätet notierter Satz 4 | Carl Almqvists Juwelenschmuck der Königin

Carl Almqvist | Der Juwelenschmuck der Königin | Reinbek bei Hamburg | Rowohlt | 1989 | 315 Seiten | erworben 9. Juli 1993

Husten, Schnupfen, vor allem Heiserkeit: da fehlte gestern doch etwas die Lust an der elektronischen Schreibmaschine zu sitzen und kopierten Text im Onlineordner abzuheften.
„Ist nichts Medizinisches an der Krankheit, nichts Reelles?“
Diesen Dialog-Baustein könnte man ohne Weiteres auch heute wiederverwenden, bloß würde er heute wohl eher in einem Kassen(arzt)krimi Platz finden - hier steht er im Mantel-und-Degen-Roman eines etwas obskuren schwedischen Schriftstellers aus dem 19. Jahrhundert: wegen theologischer Freizügigkeiten von der grässlich orthodoxen lutherischen Kirche Schwedens verfolgt, eines Giftmordes beschuldigt, in die USA geflohen, bei der Rückkehr nach Europa in Bremen verstorben. Man wünschte der deutschen Ausgabe der „Encyclopedia Quaterbildungica“ einen des Schwedischen mächten Menschen, der den deutschen Eintrag etwas anreichert. Hier der schwedische Almqvist.

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Nachtrag: Stelle fest, dass der schwedische Eintrag auch nicht wesentlich umfangreicher ist als der deutsche. Man kann aus ihm höchstens schließen, dass obskure Todesumstände im Umfeld der Familie Alqvist erblich waren. Was heißt eigentlich „Halbbildung“ auf Schwedisch?

1 Kommentar:

GBS hat gesagt…

Verbrecher sterben nicht durch die Hand des Gesetzes. Sie sterben durch die Hände anderer Männer.