Sonntag, 1. Februar 2009

Satz 4 von Seite 123 Aldiss Milliarden Jahre

Brian W. Aldiss | Der Milliarden Jahre Traum | Bergisch-Gladbach | Bastei-Lübbe | 1987 | 670 Seiten

Ich wüsste nicht mehr, bei welchem modernen Versand-Antiquariat ich vor vielleicht 15 Jahren eine Kiste mit Bastei-Lübbe-Restposten abgestaubt habe, ist eigentlich auch wurst. Nicht ganz wurst war mir die Science-Fiction-Literatur, aber das geht noch einmal 10 Jahre zurück in die Vergangenheit.

Aldiss' Darstellung krankt unter den Eigenheiten populärwissenschaftlicher Literatur über populäre Gegenstände, soweit sie aus den USA kommen. Es wird auf Schultern geklopft, was für alteuopäische Bildungsbürger selbstverständlich ist, wird ungelenk erklärt - was für Menschen wie mich unverständlich ist, wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Und so weiter.

Im Rahmen meiner Bloggerei habe ich dieses Buch von einem höchstgelegenen Regalbrett gezogen, abgestaubt. Zurück stelle ich es jetzt in einen Bereich, in dem sich Nachschlagewerke und Wörterbücher finden. Vielleicht gucke ich ja in Zukunft einmal (öfter) hinein. So, nun schlage ich es auf, um Satz 4 von Seite 123 zu zitieren:
Herland erschien darin [in der Zeitschrift The Forerunner von Charlotte Perkins Gilman, MaR] 1915, wo es vergessen wurde, bis erst 1979 die Rettung in Buchform kam.
Ich vergass noch das zusätzliche Ärgernis dieser speziell US-amerikanischen Sachliteratur (das mir in verdünnter Form auch bei der „Dummies“ aufstößt): Es ist die Qualität der Übersetzung: „erschien darin 1915, wo ...“. Ich bitte Sie: „...1915, wo...“? Sollte man das Übersetzen wirklich sprachbehinderten Schwaben überlassen haben?

Vielleicht turne ich doch lieber wieder zum verstaubten Regalbrett hoch, was ich wo, wann, wie. Ach, das kann ich besser:








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