Samstag, 28. Februar 2009

Montaignes jüngste Schwester: Silvia Bovenschen | Älter Werden

Silvia Bovenschen | Älter werden | Frankfurt am Main | S. Fischer | 6. Auflage 2006 | 155 Seiten | e: 11.02.2009

Für dieses Buch habe ich mir gut zwei Wochen Zeit genommen, es jeweils in kurzen Zügen gelesen, spät, nachts, vor dem Zubettgehen.

Der einzige Einwand, den ich machen könnte, richtet sich ausschließlich gegen mich selbst: Er besteht in der Frage, ob mein Gefallen an Silvia Bovenschens „Älter werden“ vielleicht darauf beruht, dass ich durch die fragmentarischen Textformen des Online-Zeitalters schon zu sehr an den kurzen Essay, das Bonmot, den Aphorimus gewöhnt bin. Wann las ich zuletzt einen längeren Text? (Ich meine jenseits von Sachliteratur, beruflichen Pflichten etc.)

Von gelegentlichen Zahnschmerzen abgesehen, bemerke ich an mir noch keine allzu bösen Folgen des Älterwerdens. „Montaignes kleine Schwester“ hat hier ein vorbreitendes Vademecum (nein, das ist zu böse) Brevier vorgelegt, das als längeres Stück gern gefunden würde. Vorbereitung finde ich wichtig; und eigentlich angenehmer als das, was da auch immer kommt.

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