Freitag, 13. Februar 2009

Jahrbuch Ökologie 1992 | Satz 4 von Seite 123

Günter Altner &c. (Hg.) | Jahrbuch Ökologie 1992 | München | Beck | 1991 | 382 Seiten

Das waren noch Zeiten. Der Rowohl-Verlag produzierte noch aktuelle politische Sachbücher und selbst der Beck-Verlag, der sich mit grauen Bänden für schwarze Juristen mit brauner Vergangenheit um den Büchermarkt verdient machte, schickte Taschenbücher mit Anspruch auf politische Wirkung (oder wenigstens Meinungsbildung) in die Buchhandlungen.

So etwa dieses Jahrbuch, das zwar heute noch erscheint, von dem ich aber nicht glaube, dass es die Wirkung in der Zielgruppe hat, wie das einst mal war.

Spekulieren wir hier nicht herum. Zitieren wir Satz 4 von Seite 123 und Schluss ist's für heute:
Die technischen System bestimmen das Bild der Militärstrategen und Politiker davon, welche Art von Krieg, mit welchen Mitteln und mit welchen Folgen führbar ist.
Puh. Da haben wir Glück gehabt. Die Sätze vor diesem hier sind nämlich unglaublich lang. So lang, dass ich Lust hätte bekommen können, mich bei der Zahl der Sätze zu verzählen. Das Zitat stammt aus einem Aufsatz von Barbara Mettler-Meibom unter dem Titel „Die doppelte ökologische Blindheit oder: Das Beispiel des Golfkrieges“. Nur mal spaßeshalber, zur Bedeutung des Textes.

Räusper. „Nuklearer Winter“ nach dem Einsatz konventioneller Waffen in den Erdölgebieten des Iraks und seiner so genannten Provinz Kuweit - wohlgemerkt: 1991 - das klingt wirklich sehr fern. Es ging übrigens damals um den so genannten 1. Golfkrieg, den von George H. Bush. Bleibt zu hoffen, dass Barack H. Obama nun nicht auf den Gedanken kommt, aus klimatischen Gründen einen 3. Golfkrieg hochzufackeln.


Absurd gestimmt für heute:






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