Montag, 23. Februar 2009

Carl Amerys Untergang der Stadt Passau | Satz 4 von Seite 123

Carl Amery | Der Untergang der Stadt Passau | München | Heyne | 15. Auflage 1992 (zuerst 1975) | 128 Seiten | e: 05.08.1992


Nach einer Seuche brechen mittelalterliche Verhältnisse aus. Für einen Science-fiction-Autor ist das zumindest eine ehrliche Erzählperspektive. Unzählig sind ja die Sf-Geschichten, die zwar in fernen Galaxien spielen, in denen sich - wie etwa im Star-Wars-Universum - nur obskure Feudalgesellschaften finden. (Vergangenen Samstag, bei einer Motto-Pary zum Stichwort „Zukunft“ gab's etwa eine Prinzessin.)

Feudal erzählt Carl Amery, aus einer Chronik zitierend:
„Mich dünkt“, sprach er, „daß diese Stolzen wenigstens den Frauen und Kinder aus der Stadt schickten, ich freue mich darüber.“
Im Original ist dieses Zitat in Fraktur gesetzt, in einer eigentlich ganz modernen Schrifttype, der eher zu Unrecht der Ruch des Deutschtümelnden anhängt.




In diesesem Fall möchte man also fast ein bisschen mit dem Verlag schimpfen, gleichsam „Fraktur reden“, weil er auf den doch recht billigen typografischen Effekt heischte. Und Sie können mit mir schimpfen, sollte ich mich anachronistischer Arbeit anheischig machen; meine Arbeit ist Sprache:






1 Kommentar:

GBS hat gesagt…

George Berhard Shaw spricht nebenan ein wahrlich wahres Wort:

Lack of money is the root of all evil.

Zu deutsch: Geldmangel ist die Wurzel allen Bösen.