Mittwoch, 25. Februar 2009

Carl Amerys Buch aus den 1960er-Jahren | Satz 4 von Seite 123

Carl Amery | Die Kapitulation oder Deutscher Katholizismus heute | mit einem Nachwort von Heinrich Böll | Reinbek bei Hamburg | Rowohlt | 1963 | 127 Seiten

Endlich mal etwas herausgefunden, was die Wikipedia nicht weiß. (Naja, kommt schon mal vor.) Fritz J. Raddatz schuf bei Rowohlt die Reihe „rororo aktuell“. Mit Raddatz konnte ich nie sonderlich viel anfangen, die Erkenntnis gewann ich jetzt deshalb, weil Amerys Büchlein offenbar der fünfte Band dieser einst legendären Reihe politischer Sachbücher war.

In der heutigen Aufmerksamkeitsökonomie gibt es derlei nicht mehr. Die Reihe ist schon lange eingestellt und bei aller Liebe für die elektronischen Medien - redaktionell betreute, lektorierte und von einer zahlenden Leserschaft getragene Publikationen wie einst ersetzt das Netz für meinen Geschmack noch nicht.
Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich auszumalen, was dann folgen wird. (Satz 4 von Seite 123)
Amery meinte, es gehöre nicht viel Phantasie dazu, sich vorzustellen, was geschähe, würde der Katholizismus auf seine politisch-organisatorische Interessensvertretung „verzichten“. Eine hübsche Idee. Dass er „verzichten“ könne. Das ist, von feuilletonkatholizistischen Luftschlossränkeschmiedereien a la Matthias Mattuseck abgesehen, doch längst eine hoffnungslose Vorstellung.

Machen wir heute zum Schluss nur ein bisschen Reklame:








1 Kommentar:

GBS hat gesagt…

George B. Shaw wird heute nebenan zitiert mit den Worten:

Martyrdom is the only way in which a man can become famous without ability.

Was hier einmal übesetzt sei mit:

Märtyrer zu werden ist der einzige Weg, auf dem ein Mann berühmt wird, ohne sonst irgendetwas zu können.

Immerhin bedarf es heutzutage eines Reifezeugnisses, das die Zulassung zu einer Hamburger Hochschule gewährt. Sonst stimmt das schon.