Mittwoch, 4. Februar 2009

Bruce Alexanders blinder Richter | Satz 4 von Seite 123

Bruce Alexander | Hinter verschlossenen Türen | München| btb/Goldmann | 5. Auflage 1996 | 349 Seiten

Ich bekam dieses Buch geschenkt, damals. Die Dame, von der ich es erhielt, ist ziemlich vergesslich (wiewohl noch keine 50) und nicht besonders internetaffin (obwohl erst knapp über 40). Als ich ihr vor Jahren ein Buch schenkte, kalauerte sie aggressiv: „Da steht eh nur Blech drinn!“, bloß weil sein Autor Jörg Blech heißt. Bleiben wir, trotz Vergesslichkeit und Online-Autistik, dem Sujet zudem angemessen, bei der juristischen Weisheit „keine Gleichheit im Unrecht“ zu üben: Mir hat dieser Krimi nur mäßig gefallen. Dass ich mir, wie hier morgen zu lesen sein wird, auch einen zweiten Band von *Bruce Alexander kaufte, kann ich nur auf zwischenzeitliche geistige Verwirrung zurückführen.

Es handelt sich vorliegend um einen Historienkrimi im Gewand des 18. Jahrhunderts. Freilich ist das historische Kleid oft fühlbar fadenscheinig. Darum jetzt schnell Satz 4 von Seite 123 zitieren und genug davon für heute:
Ich war ziemlich verblüfft und konnte nur die Stelle anstarren, wo ich sie zuletzt gesehen hatte.
Halt - ich wühle, trotz der zwischenzeitlichen Verwirrung ;-) kurz in meinem Gedächtnis: War das Zeugs nicht so aufgebaut, dass ein naiv-jugendlicher Erzähler an der Seite des superklugen (wiewohl blinden) Helden agiert? Riecht schwer nach Umberto Ecos grässlichem Rosen-Roman.


Tut mir leid, mein Blut kommt in Wallung, ich muss mich jetzt meinen Geschäften widmen:







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