Samstag, 28. Februar 2009

Bisher längster Satz 4 von Seite 123 | Amerys Wallfahrer

Carl Amery | Die Wallfahrer | München | Heyne | 1989 |394 Seiten | e.04.07.92

Dies mache ich schnell, schließlich kommt ja gleich noch Arbeit auf mich zu. Der Titel (s. oben) zeigt ein Memento mori-Bild aus der Wallfahrtskapelle zu Tuntenhausen, auf dem sich der uneheliche Sohn William („Gay Prince Willy“) des britischen Königs Georg XII. von einem mit der Ratzingerfamilie versippten Kunstmaler verewigen ließ. Satz 4 von Seite 123 macht heute schon mehr Arbeit als meine Bilderklärung:
Die Jungfern Kathi und Leni, dem Alltag entrissen und vom Abenteuer angeklockt wie glitzernde Renken vom Wurm an der Angel, waren unter der notdürftigen Deckung des Vordachs stehengeblieben, von Regenschwaden bestäubt, hatten selbander in die Gewitterfinsternis hinausgeblickt - und genau in dem Augenblick, so siehts der Plan vor, reißt der wohltätige Vorhang der Zeit auseinander, die emblematische Faust der Vorsehung greift hindurch und schnappt sich die Dirndln, Werkzeug für das noch nicht Enthüllbare.

Uff. Geufft hat nach dieser Schreib- und Phantasiearbeit:








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