Samstag, 28. Februar 2009

Bisher längster Satz 4 von Seite 123 | Amerys Wallfahrer

Carl Amery | Die Wallfahrer | München | Heyne | 1989 |394 Seiten | e.04.07.92

Dies mache ich schnell, schließlich kommt ja gleich noch Arbeit auf mich zu. Der Titel (s. oben) zeigt ein Memento mori-Bild aus der Wallfahrtskapelle zu Tuntenhausen, auf dem sich der uneheliche Sohn William („Gay Prince Willy“) des britischen Königs Georg XII. von einem mit der Ratzingerfamilie versippten Kunstmaler verewigen ließ. Satz 4 von Seite 123 macht heute schon mehr Arbeit als meine Bilderklärung:
Die Jungfern Kathi und Leni, dem Alltag entrissen und vom Abenteuer angeklockt wie glitzernde Renken vom Wurm an der Angel, waren unter der notdürftigen Deckung des Vordachs stehengeblieben, von Regenschwaden bestäubt, hatten selbander in die Gewitterfinsternis hinausgeblickt - und genau in dem Augenblick, so siehts der Plan vor, reißt der wohltätige Vorhang der Zeit auseinander, die emblematische Faust der Vorsehung greift hindurch und schnappt sich die Dirndln, Werkzeug für das noch nicht Enthüllbare.

Uff. Geufft hat nach dieser Schreib- und Phantasiearbeit:








Montaignes jüngste Schwester: Silvia Bovenschen | Älter Werden

Silvia Bovenschen | Älter werden | Frankfurt am Main | S. Fischer | 6. Auflage 2006 | 155 Seiten | e: 11.02.2009

Für dieses Buch habe ich mir gut zwei Wochen Zeit genommen, es jeweils in kurzen Zügen gelesen, spät, nachts, vor dem Zubettgehen.

Der einzige Einwand, den ich machen könnte, richtet sich ausschließlich gegen mich selbst: Er besteht in der Frage, ob mein Gefallen an Silvia Bovenschens „Älter werden“ vielleicht darauf beruht, dass ich durch die fragmentarischen Textformen des Online-Zeitalters schon zu sehr an den kurzen Essay, das Bonmot, den Aphorimus gewöhnt bin. Wann las ich zuletzt einen längeren Text? (Ich meine jenseits von Sachliteratur, beruflichen Pflichten etc.)

Von gelegentlichen Zahnschmerzen abgesehen, bemerke ich an mir noch keine allzu bösen Folgen des Älterwerdens. „Montaignes kleine Schwester“ hat hier ein vorbreitendes Vademecum (nein, das ist zu böse) Brevier vorgelegt, das als längeres Stück gern gefunden würde. Vorbereitung finde ich wichtig; und eigentlich angenehmer als das, was da auch immer kommt.

Freitag, 27. Februar 2009

Heute bleibt die Kneifzange ungenutzt


Ich habe gerade einen recht erfreulichen Text von Henryk M. Broder gelesen.

Was ja nicht so oft vorkommt.

Es war wohl der haldolbedürftigen Heiligen aus Rheinland-Pfalz zu verdanken, dass er das ist.


Bildquelle:
Ökumenisches Heiligenlexikon

Wie der Lateiner sagt:
„Tamen amen!“

Carl Amerys Die starke Position oder Ganz normale MAMUs

Carl Amery | Die starke Position oder Ganz normale MAMUs | München | Heyne | 1990 | 138 Seiten | e: 30.06.92

Ganz starke Satiren sind das nicht, schließlich ist ein Carl Amery kein Jonathan Swift, aber es sind Texte wie ich sie einmal sehr mochte - zumal ich gelegentlich ähnliche Dinge schrieb (für meine „Alternative Abiturzeitung“ zum Beispiel: ein immer noch ganz hübsches Minidrama aus dem Lehrerzimmer des W.H.R.K.)
Kontrast nicht in steriler Abwehr der unterschwelligen und überschwellenden Häme, welche diesen Band durchtränkt; Abwehr vielmehr gegen den Verdacht, der aus unserem Schweigen erwachsen könnte - den Verdacht nämlich, wir scheuten offene Erörterung einer Schwäche, welche die zeitgenössische Akademie tatsächlich belastet.
Das war gerade Satz 4 von Seite 123; Sprache auf Stelzen natürlich, welche den hohen Ton (korrumpiert) akademischer Rhetorik veralbert. (Wenngleich: Carl Amery sprach, nach meiner Erinnerung, selbst in dieser Tonlage.) Abgeschrieben habe ich ihn aus einem fiktiven Nachwort von Jean-Jacques Smerdyayev, Direktor der Arbeitsgruppe „Futuribles Biomorphes“. Ich glaube ich lese das Büchlein heute noch ein bisschen quer.

Ihnen, liebe hier massenhaft vor den Bildschirmen versammelte Leserinnen, Leser und Lesende, sei nutzwertjournalistisch einzig noch erläutert, was ein MAMU ist: MAMU, Kürzel für Männlicher Akademiker mit Universitätsabschluss (nach Johan Galtung, dem Fragwürdigen).

Bin ich ein MAMU? Urteilen Sie selbst!






Donnerstag, 26. Februar 2009

Narzistische Kränkung, spät erlebt | Satz 4 von Seite 123

Carl Amery | Die ökologische Chance | Das Ende der Vorsehung - Natur als Politik | München | Heyne | 1990 | 357 Seiten | e: 19.08.1992

Als ich Ende 1990 in eine Partei eintrat, die unter einer Sonnenblume auftrat, tat ich das aus durchaus sachfremden Motiven. Neben der Vorstellung, dass sich dort realpolitisch endlich etwas in Richtung Vernunft bewegen müsse, war es wohl die Sympathie mit den Verlierern der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl. Das war, nach der Europa- und der Landtagswahl die dritte Abstimmung mit meinem Zettel.

Mein Motiv war blond, blauäugig und, so stellte ich mir vor, hochintelligent. Dieser Dame hinterherzulaufen, schien mir sinnvoll. Heute denken ich mir: Ach, so viel Zeit verloren.

Wie dem auch sei. Ich hatte das Bedürfnis (neben dem, das mich hinterherlaufen ließ), für mein vermeintlich ökologisches Weltbild auch noch etwas profunde Theoriegrundlage zu schaffen. Sie hoffte ich bei Carl Amery zu finden. Begeisterungsfähig war ich noch, so auch von diesem Buch. Heute ist da nur noch Entgeisterungslust.

Meine narzistische Kränkung in Sachen „blond & blauäugig“ kam natürlich wie von selbst. Meine narzistischen Kränkung in Sachen intellektueller Theoriesuche zur Daseinsbegründung kam, als ich eine scharfe Kritik an Amerys Theorie las, ich glaube, das war in der Zeitschrift „Vorgänge“ der Humanistischen Union. Das war in den Räumen der Düsseldorfer Stadtbibliothek, mehr weiß ich nicht mehr. (Gefunden habe ich die Rezension online jetzt auch nicht.)

Machen wir es uns heute leicht und zitieren rasch Satz 4 von Seite 123. Mir wird gerade etwas flau beim Grübeln, das ist mir alles nicht sehr angenehm:
Diese Problematik ist, wie die gegenwärtige Futurologie zeigt, bereits vorhanden.
Die von Amery hier angedeutete Problematik ist die vom Gegensatz der Eigentümer- wider die Nutzerinteressen an materiellen Entitäten. Kurz wohl das Problem, zu dem neuerdings viel internettheoretische Literatur produziert wird: Zugang statt Eigentum ...

Mit possessorischen Ideen komme ich meist nicht weit, darum nur noch dies:





gehört & ungehört | geyoutubed & ungeyoutubed



Gestern hörte ich auf Phoenix einen Ausschnitt aus der Rede Franz Münteferings zum Politischen Aschermittwoch 2009. Müntefering? - Das ist der amtierende SPD-Bundesvorsitzende, nur zur Erinnerung.

Mit ist schon oft aufgefallen, dass vor allem die älteren Spitzengenossen beim pflichtschuldigen Ansprechen ihrer weiblichen Parteifreunde (oder anderer Frauen, die Teil angesprochener Gruppen sind) das „-innen“ brutal vernuscheln oder verschleifen. Das klingt dann beispielsweise nicht wie „Liebe Genossinnen und Genossen!“, sondern eher wie: „Liebe Genossen~n und Genossn...“.

Gestern bei Franz Müntefering glaubte ich einen hübschen Versprecher herausgehört zu haben, der diese längst Tradition gewordene rhetorische Schlamperei noch einmal überbot. Müntefering wollte über die europäischen (?) „Demokratien“ reden. Den Plural von Demokratie verschliff er dabei jedoch zu einem „Demokrati~nnen“ und ergänzte darum noch: „...und Demokraten“. So, als hätte er sagen wollen: „Demokratinnen und Demokraten“. Allerdings meinte er im Kontext die Staatswesen mit demokratischer Verfassung; die gibt es meines Wissens nach nur in geschlechtsneutraler Form.

Jetzt wollen Sie bestimmt wissen, warum ich den Edmund Stoiber da oben als Youtube-Video zitiere? Nun, erstens mag ich Claudia Roth auch nicht. Nein, das reicht nicht, denn den Edmund mag ich genauso gern wie die liebe Claudia. Vielmehr: Ich guckte vorhin bei Youtube nach, ob die Parteien die gestrigen Aschermittwoch-Auftritte ihrer Häuptlinge und Rhetorikschamanen bereits online gestellt hätten. Doch fand sich neben einigen aktuellen Videos der Linkspartei nur Zeug von den gruseligen Republikanern, der Ex-Partei des Ex-CSU-Bayernfunk-SS-PornografenModerators Franz Schönhuber.

Ich fand, so als Mittelding zwischen Schönhuber und Lafontaine, passt ein ollkammeliger Edmund Stoiber ganz gut, solange die SPD zu verschnarcht für E-Democracy ist.

Nebenbei: Dass die braun beseelten Teutonen, die ihre Kommentare unter dem Stoiber-Video durch die Bank drei Tippfehler in zwei Wörtern machten, lässt mich darauf schließen, dass ihnen deutsch sein wichtiger ist als Deutsch können.



Mittwoch, 25. Februar 2009

Carl Amerys Buch aus den 1960er-Jahren | Satz 4 von Seite 123

Carl Amery | Die Kapitulation oder Deutscher Katholizismus heute | mit einem Nachwort von Heinrich Böll | Reinbek bei Hamburg | Rowohlt | 1963 | 127 Seiten

Endlich mal etwas herausgefunden, was die Wikipedia nicht weiß. (Naja, kommt schon mal vor.) Fritz J. Raddatz schuf bei Rowohlt die Reihe „rororo aktuell“. Mit Raddatz konnte ich nie sonderlich viel anfangen, die Erkenntnis gewann ich jetzt deshalb, weil Amerys Büchlein offenbar der fünfte Band dieser einst legendären Reihe politischer Sachbücher war.

In der heutigen Aufmerksamkeitsökonomie gibt es derlei nicht mehr. Die Reihe ist schon lange eingestellt und bei aller Liebe für die elektronischen Medien - redaktionell betreute, lektorierte und von einer zahlenden Leserschaft getragene Publikationen wie einst ersetzt das Netz für meinen Geschmack noch nicht.
Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich auszumalen, was dann folgen wird. (Satz 4 von Seite 123)
Amery meinte, es gehöre nicht viel Phantasie dazu, sich vorzustellen, was geschähe, würde der Katholizismus auf seine politisch-organisatorische Interessensvertretung „verzichten“. Eine hübsche Idee. Dass er „verzichten“ könne. Das ist, von feuilletonkatholizistischen Luftschlossränkeschmiedereien a la Matthias Mattuseck abgesehen, doch längst eine hoffnungslose Vorstellung.

Machen wir heute zum Schluss nur ein bisschen Reklame:








Dienstag, 24. Februar 2009

Carl Amerys Große Deutsche Tour | Seite 123 dort Satz 4

Carl Amery | Die Große Deutsche Tour | München | Heyne | 1986 | 282 Seiten | e: 26.08.92

Das ist schon etwas angestaubt gewesen, als es 1986 neu aufgelegt wurde. Das Original erschien in den 1950er-Jahren. Die Themen, Korruption und politische Macht, sind jedoch zeitlos. Darum schrieb Amery im Nachwort etwas, was mir ganz gut gefällt:
Die Rahmenbedingungen haben sich nur relativ, nicht grundsätzlich verändert. Solche relativen Veränderungen sind etwa:

1. Allen Gehalts-und Preisangaben ist eine zusätzliche Null anzfügen.
2. In religiösen, d.h. großkirchlichen Angelegenheiten war man wesentlich scheinheiliger.
3. In erotischen Dingen war man wesentlich umständlicher.
4. Das öffentliche und halböffentliche Gerede war noch sehr viel mehr von abendländischer Bildung befrachtet.
5. Die Sub- und Gegenkulturen waren wesentlich unauffälliger.

Selbst der arglose Leser wird sofort bemerken, daß es die Tendenz bestimmter Kreise ist, in den Punkten 2 bis 4 zu den [...] geschilderten Zuständen zurückzukehren. Man nennt dies geistig-moralische Erneuerung.
Das ist ganz fein und auch 20 Jahre nach der Neuauflage ganz witzig.
Er hatte die Göttin gefragt, woher sie stamme; sie gab an, aus Hannover zu kommen
lautet Satz 4 von Seite 123, den wir hier pflichtschuldigst zitieren wollen. Ich glaube, das gehört dem Punkt 3 zugeschlagen, der erotischen Umständlichkeit. Mir scheint jedenfalls, dass heutzutage kein Mann mehr auf den Gedanken kommt, eine Frau ernsthaft als Göttin zu bezeichnen. Sei es, weil der Post- und Vulgärfeminismus derlei geflügelte Verehrungsfloskeln unmöglich gemacht hat. Sei es, dass die einschlägige Beinenthaarungsreklame den einst auch im sexuellen Personennahverkehr funktionierenden Ausdruck „Göttin“ enterotisierte.



Ich finde das jedenfalls höchst zweifelhaft. Vielleicht bin ich aber nur Universalagnostiker in allen göttlichen Aspekten.






Montag, 23. Februar 2009

Carl Amerys Untergang der Stadt Passau | Satz 4 von Seite 123

Carl Amery | Der Untergang der Stadt Passau | München | Heyne | 15. Auflage 1992 (zuerst 1975) | 128 Seiten | e: 05.08.1992


Nach einer Seuche brechen mittelalterliche Verhältnisse aus. Für einen Science-fiction-Autor ist das zumindest eine ehrliche Erzählperspektive. Unzählig sind ja die Sf-Geschichten, die zwar in fernen Galaxien spielen, in denen sich - wie etwa im Star-Wars-Universum - nur obskure Feudalgesellschaften finden. (Vergangenen Samstag, bei einer Motto-Pary zum Stichwort „Zukunft“ gab's etwa eine Prinzessin.)

Feudal erzählt Carl Amery, aus einer Chronik zitierend:
„Mich dünkt“, sprach er, „daß diese Stolzen wenigstens den Frauen und Kinder aus der Stadt schickten, ich freue mich darüber.“
Im Original ist dieses Zitat in Fraktur gesetzt, in einer eigentlich ganz modernen Schrifttype, der eher zu Unrecht der Ruch des Deutschtümelnden anhängt.




In diesesem Fall möchte man also fast ein bisschen mit dem Verlag schimpfen, gleichsam „Fraktur reden“, weil er auf den doch recht billigen typografischen Effekt heischte. Und Sie können mit mir schimpfen, sollte ich mich anachronistischer Arbeit anheischig machen; meine Arbeit ist Sprache:






Sonntag, 22. Februar 2009

Carl Amerys Königsprojekt | Satz 4 von Seite 123

Carl Amery | Das Königsprojekt | München | Heyne | 1992 (zuerst: 1974) | 300 Seiten | e: 02.12.1992

Die Fabel dieses Romans: im Vatikan sucht eine geheime Gruppe, mittels einer von Leonardo da Vinci erfundenen Zeitmaschine, das englische Königshaus wieder für den Katholizismus zu gewinnen, indem man die Jakobitische Linie wieder ins Recht setzt.

Heute würde der Plot wohl eher so gehen:
  1. Die NPD entdeckt in den Ruinen des Führerbunkers eine Zeitmaschine, mit deren Hilfe sie Marcel Lefebvre anstelle Johannes Pauls II. zum Papst küren lässt.
  2. Im berühmten Homer-J.-Simpson-Kerker des Towers zu London wird eine Hypnosemaschine gefunden, mit deren Hilfe Tony Blair zum Papst gemacht wird. Als erste Amtshandlung ersetzt er das Kardinalskollegium durch eine Truppe McKinsey-Berater.
„Woher kommen Sie, Harold?“,
lautet Satz 4 von Seite 123, mehr wollen wir angesichts der hübschen Alternativplotspekulation nicht verraten. - Auch nicht, welche überraschende dynastische „Nachfolge“ Carl Amery für Elizabeth II. vorgesehen hat.








Samstag, 21. Februar 2009

Carl Amery: Das Geheimnis der Krypta | Satz 4 von Seite 123

Carl Amery | Das Geheimnis der Krypta | München | Heyne | 1990 | 349 Seiten | e: 19.08.1992 | DM 14,80

Ich zitiere:
Sagte plötzlich, während der Brand Münchens am Himmel stand: habent sua fata libelli, ob der Durchschlag wohl durch die kontinentalen Brände gefunden hat?
Klingt endzeitlich? Ist es auch. Hier bloggen entfernte Kollegen dazu. Wie viele, wie entfernt, wie - Kollegen? Weiß nicht. Bin da selbstauskunftsfreudiger:






717 Seiten an ein bis zwei Tagen - zwischen Lektüre & Elendsblättern

Das Hauptinteresse von Männern an Frauen ist: Ficken, Ficken, Ficken. Auf diese ulkige Hypothese stützt Oliver Kuhn seinen Ratgeber voller Tipps, mit denen es Männern (einschließlich ihm selbst) gelingen soll, sich dem Ziel zu nähern. In den USA scheint es nachgerade eine eigene Consultingbranche für hormongesteuerte Molchmännchen zu geben. Das Ganze ist zu allem Überfluss weitgehend ironiefrei geschrieben, früher häte man gesagt: affirmativ (zumal sich Oliver Kuhn ja auch als ein ganz toller Lustmolch Hecht outet). Kein Wunder, dass das Magazin „Playboy“, dem Kuhn zur Zeit der Abfassung dieses spermatösen Ratgebers als Chefredakteur diente, kräftige Leisten Verkaufseinbrüche zu verbuchen hat.


Der spermatöse Ratgeber, den Oliver Kuhn in die Buchhandlungen ergoss, wird offenbar von Autorinnen wie Ina Freiwald ernstgenommen: als Muster für ihr Männerbild. Die Journalistin serviert mit „Morgens Schürze, abends Strapse“ ein Buch zum Geschlechterverhältnis, das dem Mann schlechthin unterstellt, ein geisteskrank-geiler Bock zu sein - und Frauen davor warnt, diesem andrologischen Typus noch mehr zu dienen, als frau das derzeit schon tue.

Jan Roß nun findet den - seinerzeit noch amtierenden - Papst Johannes Paul II. unter anderem deshalb so toll, weil dieser gar nicht so lustfeindlich gewesen sei, wie man es dem Fürsten der Finsternis des römischen Katholikenklerus gerne unterstellt. Im Gegenteil: Auch Karol Wojtyla sei die Sache mit der Mumu und dem Schwänzchen sehr wichtig gewesen, nur habe er in seiner Morallehre das Zusammenstecken dieser weltbewegenden Organe eben so ernst genommen, dass er die persönliche Würde des Menschen davon abhängig machte, dass mensch es eben nur mit einem anderen Exemplar der Sorte Mensch treibe.

* * *
Vergangenen Mittwoch kaufte ich in der Buchhandlung M. insgesamt zehn hübsch preisreduzierte Taschenbücher. Der kölsche Karneval stand ja an, da ziehe ich mich gerne mit ein paar Büchern in die innere Emigration zurück. Die oben genannten Werke waren dabei: ihre 717 Seiten habe ich in knapp zwei Tagen studiert (Jan Roß) oder in abnehmendem Maße quergelesen/-geblättert (Freiwald mehr, Kuhn weniger).

Sonst, das heißt: ohne Preisreduktion in diesem intellektuellen Querschnitt und ohne die Bereitschaft, dem Karnevalsgeschehen auszuweichen, hätte ich mir jedenfalls diese 717 Seiten nicht vorgenommen:

Ina Freiwald | Morgens Schürze, abends Strapse | Was Männer an Frauen mögen - und warum uns das eigentlich egal sein kann | Reinbek bei Hamburg | Rowohlt | 2000

Oliver Kuhn | Der perfekte Verführer | Wie Sie garantiert jede Frau erobern | München | Knaur | 2007

Jan Roß | Johannes Paul II. | Der Jahrhundertpapst | Reinbek bei Hamburg | Rowohlt | Neuausgabe 2005


Dieses Lektüreexperiment, bei dem man für € 7,50 für ein paar Stunden vollständig den Verstand ausschalten konnte (und das auch besser tat), unternahm:







Übrigens empfand ich Freiwald aus textiler Aversion schon beim Titel etwas blödig; und wenn man Chefs von ihrem Personal her beurteilen kann, hier etwas, nachdem das Personal selbst Chef geworden war, was auch an Roß'schen Interpretationskünsten zweifeln lässt.

Freitag, 20. Februar 2009

Carl Amerys Leyermark/Baiern | Satz 4 von Seite 123

Carl Amery | An den Feuern der Leyermark | München | Heyne | 3. Auflage 1988 | 351 Seiten | e: 04.07.1992

Carl Amery habe ich Anfang der 1990er-Jahre einmal bei einer Veranstaltung in Düsseldorf erlebt, bei einem Kongress zur Zukunftsforschung, mit der ich mich dann auch ein bisschen weiter beschäftigt habe: das Funkkolleg zur Technologiefolgenabschätzung und der Versuch, Peter Dienels „Planungszellenverfahren“ für die Umgestaltung der Langenfelder Innenstadt ins Gespräch zu bringen. Wer die trostlose Fläche im Zentrum von 4018/40764 Langenfeld/Rhld. kennt


soll immerhin wissen: Hier könnte es heute auch ganz anders aussehen.

Um das Ganz-anders-Aussehen - nicht des zwar auch sehr schwarzen Langenfelds, sondern - Bayerns geht es in Carl Amerys Alternativgeschichte zum 19. Jahrhundert: durch eine Aneinanderkettung absurder Zufälle gewinnt nicht Preußen den Krieg von 1866, sondern Österreich und das mit der k.u.k-Monarchie verbündete Bayern.

In der Folge nimmt Deutschland einen genossenschaftlichen Pfad in die ökonomische Moderne. Keine ganz absurde Vorstellung, die Amery letztlich aber mit dem Trick aus Ambrose Bierces' &132;Vorfall an der Owl-Creek-Brücke“ auflöst.

Dass Carl Amery ein ganz vertretbarer, aber keineswegs großartiger Brot-und-Butter-Schriftsteller war, lässt sich an diesem vierten Satz von Seite 123 unschwer ablesen.
Ein fester Kerl, fast ohne Genick, mit einer Furaschmütze auf, deren Schild hochgeklappt ist, und einer Jacke aus Wildleder an; das schaut nicht nach Militär aus, eher nach einem cholerischen Sägewerksbesitzer an Glonn oder Rott
So die Schilderung eines US-stämmigen Desperados, der der bayerischen Sache 1866 zum Sieg verhilft. Amery war selbst noch Soldat, im Zweiten Weltkrieg. Ihm, als Historiker, war die Bildhaftigkeit wohl bewusst: 1866 verhelfen US-Truppen dem Geist von 1848 zur politischen Macht. Das deutsche Elend: sie taten es erst 1945 (some of them sang the Hecker-songs of 1848).

Mir persönlich gefällt Carl Amerys literarisch-historischer Mischmasch meist ganz gut. Steckbriefe:







Donnerstag, 19. Februar 2009

Lesetipp-Weitergabe für einen langweiligen Karnevalbeginnstag


Diese Auswahl lesenswerter Wiki-Artikel kann ich gut nachempfehlen: Lachsargument, Musikchinesen, Nipponklo. Grafik oben: nordmann.name

Andrej A. Amalriks Kann die Sowjetuntion...erleben? | Satz 3 von Seite 12

Andrej A. Amalrik | Kann die Sowjetunion das Jahr 1984 erleben? | Zürich | Diogenes | 1970, 1992 | 109 Seiten | e: 10.08.1995

Ja, sie konnte das Jahr 1984 überleben, aber nicht sehr lange. Amalrik wurde für seinen hellsichtigen Essay vom KGB ins Gefängnis gesteckt, der Historiker starb 1980 im spanischen Exil bei einem Autounfall.

Nein, wir wissen noch nicht, ob jene Essays, die in den 1990er-Jahren ein deutliches Zerbröseln der US-amerikanischen Gesellschaft (oder jedenfalls Staatlichkeit) entlang der Großregionsgrenzen prophezeiten, ebenfalls hellsichtig waren. Wer weiß, ob Barack H. Obama als zweiter Jimmy Carter (nettere Variante) oder als zweiter Michail Gorbatschow (bösere Variante) in die Geschichte eingehen wird.

Lassen wir diese bettflüchtige Morgenspekulation. Aus dem schmalen Band lässt sich von Seite 123 natürlich nicht zitieren, greifen wir also zum dritten Satz von Seite 12:
Fünftens habe ich, das muß ich zugeben, einerseits die Geschmeidigkeit der Sowjetführung unterschätzt, und andererseits das Entwicklungstempo der nuklearen und konventionellen Aufrüstung Chinas überschätzt.
So aus Amalriks eigener Neubewertung seines Textes aus dem Jahr 1969/70, neun Jahre nach ihrem Erscheinen.

Am heutigen Frauenfaschingsdonnerstag in Köln lese ich, glaube ich, nach den üblichen Tagespflichten einmal die 100 Seiten.






Mittwoch, 18. Februar 2009

Forscht irgendwer zu Heinrich Gottong, dem akademischen Massenmord-Assistenten? | Idee wg. Satz 4 von Seite 123

Götz Aly & Susanne Heim | Vordenker der Vernichtung | Auschwitz und die deutschen Pläne für eine neue europäische Ordnung | Frankfurt am Main | Fischer | 1993 | 541 Seiten | e: 09.09.1993

Ein erhellendes Buch zur ökonomischen und be- (oder besser: ent-) völkerungspolitischen Architektur Europas in der Gewalt der Nationalsozialisten und ihrer willigen Technokraten. Einer, der beides war - Nazi und Technokrat - machte nach dem Zweiten Weltkrieg in der CDU weiter Karriere und wurde alt genug, um noch in den 1990er-Jahren gegen Teile dieses Buches zu prozessieren. Ich glaube, mein Exemplar ist dennoch eines ohne gerichtlich angeordnete Schwärzungen.

Satz 4 von Seite 123 zitiere ich heute nicht. Dieser Satz leitet ein Zitat des intellektuellen Massenmord-Assistenten Heinrich Gottong ein. Dieser Mann scheint bis heute noch nicht Gegenstand eigener historiografischer Untersuchungen gewesen zu sein. Also: Geschichtsstudenten, dann mal ran!


Ich lese dann Ihre/Eure BA-, Master- oder Examensarbeit auch zu meinem Preis von heute korrektur. Und das ist jetzt kein Ausbeutungsgedanke, sondern ein idealistischer:





Dienstag, 17. Februar 2009

Volkes Stimme von Götz Aly, hier Satz 4 von Seite 123

Götz Aly (Hg.) | Volkes Stimme | Skepsis und Führervertrauen im Nationalsozialismus | Frankfurt am Main | Fischer | 2006

Aus einem 100%-igen Anlass hatten wir das Buch kürzlich erst in diesem Blog. Darum soll hier das obligatorische Zitat, Satz 4 von Seite 123 genügen:
Die Daten zu den Gerichtsurteilen wurden in dieses Experiment insofern einbezogen, als sie (vor allem die Todesurteile) in gewissem Sinne einen komplementären Indikator abgeben.
Aus Albert Müllers Versuch, eine Gesamtstatistik der Stimmung im 3. Reich zu fertigen. Im vorliegenden Band.

Montag, 16. Februar 2009

Beginn der unfeierlichen Götz-Aly-Tage | Satz 4 von Seite 123

Götz Aly | Hitlers Volksstaat | Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus | Frankfurt am Main | Fischer | 2005 | 480 Seiten

In den nächsten Tagen werden die Bücher, die ich von Neuem aufschlage, um unbedingt ein kurzes Zitat und vielleicht ein kleines Räsonement zu geben, von Götz Aly (mit-) verfasst worden sein.

Seit seinem umstrittenen und von Gerichten vorzensierten „Vordenker der Vernichtung“ aus den 1990er-Jahren (mit Susanne Heim) gehört Aly zu den Historikern, die ich bevorzugt lese. Warum, dass lässt sich anhand der Exegese von Satz 4 auf Seite 123 demonstrieren:
Zu Weihnachten 1942 erweiterte das OKW [Oberkommando der Wehrmacht, MaR] die offiziellen Spielräume abermals aus und richtete zum Zweck des Fischversands eine „Heringweiterleitungsstelle“ ein, um die von den „Urlaubern privat gekauften Heringsfässer“ per plombiertem Eilgüterwagen nach Güstrow zu bringen und von dort weiterzuverschicken.
Kurz erklärt: Die deutschen Soldaten, die zwischen 1939 und 1945 halb Europa besetzt hielten, durften - zu künstlich vergünstigten Devisenkursen - in den besetzten Ländern „shoppen“ gehen. Die auf diese Weise legal zusammengeraubten Nahrungsmittel und Luxusgüter brachten sie dann in die Heimat mit oder verschickten sie über alle erdenklichen Wege. Das Zitat weist auf den drastischen Fall Norwegens hin: das Land, selbst auf Lebensmittelimporte angewiesen, wurde hier mit Hilfe der Wehrmachtsführung um seine Fischproduktion beraubt.

Gelegentlich hört man ja heutzutage von den Kunstraubzügen, die Hermann Göring durch Europa laufen ließ - Rückgabeprobleme tauchen hier immer noch und immer wieder auf. Über die Vielfalt der ökonomischen Ausplünderung der politisch und militärisch Machtlosen im Deutschland und Europa der Jahre 1933 bis 1945 berichtet diese umfangreiche Analyse.

Weil es auch Kontinuitäten aufzeigt, zum Beispiel, welche Wurzeln auch unser heutiges Renten- oder Kinderversorgungswesen im NS-Staat hat, ist Alys Buch eine Provokation schlechthin-

Wer sich jenseits rührender oder ätzender biografischer Zugänge zur NS-Geschichte (von Guido Knopp zu schweigen) historisch weiterbilden möchte, dem sei es von mir anempfohlen.

Das bin ich:






Sonntag, 15. Februar 2009

Robert Misiks Kult-Buch | 100% gelesen, war 100% die Zeit wert

Robert Misik | Das Kult-Buch | Glanz und Elend der Kommerzkultur | Berlin | Aufbau | 2007 | 200 Seiten | Signatur Pbo 7 Misik (Stadtbib. Köln)


Zugegeben, die 1970er-Jahre-Prilblümchen-Ästhetik (kombiniert mit der „Cola“-Schrift) des Titels hätten mich fast davon abgehalten, zu diesem Buch zu greifen, denn Schriften zur Kritik der Konsumkultur - gleich ob mit langem Bart a la Alte Frankfurter Schule oder apotheotisch a la Herzinger-Stein - wecken im Allgemeinen meine Neugier nicht.

Weil es aber nun so schön in den Räumlichkeiten der hiesigen Stadtbibliothek stand, war der Griff kein teurer. Misik zu lesen, war mit einem Gewinn verbunden: Von altbackener Kulturkritik oder Kommerztheologie keine Spur.

Ein paar kluge Einsichten waren zu lesen: zum Beispiel jene, den radikalen Islamismus unserer Zeit nicht als archaisches Phänomen zu begreifen, sondern als durchaus modernen Lifestyle, der westliche Technik aufgreift, um Menschen in Opposition zum mehr oder minder hedonistischen Westen zu bringen. Was hiervon auch nach dem Ende des Islamismus bleiben wird: die Fähigkeit des Westens, sich nicht positiv beschreiben zu müssen als Quelle seiner Stärke.

Misik schreibt klar, kurz und mit dezenten Boshaftigkeiten, etwa gegen den Dr. Poschardt, der die Armut predige, die bitteschön andere erleben mögen. Sehr lesenswert; ich habe netto rund drei Stunden gebraucht. Hier die Leseprobe des Verlags: Link.

Ich vermute, mit Robert Misiks Kult-Buch plus einem wissenschaftlichen Werk zur Technikfolgenabschätzung könnte mancher Student sich locker zum neuen Trendforscher erklären. Dümmeres als die fabelhaften Botschaften eines Matthias Horx kämen dabei bestimmt nicht heraus.






So viele obere Regalbretter benötigt | Satz 4 von Seite 123

Elmar Altvater &c. (Hg.) | Die Armut der Nationen | Handbuch zur Schuldenkrise von Argentinien bis Zaire | Frankfurt am Main/Wien | Büchergilde Gutenberg (Lizenz Rotbuch) | oJ (1987) | 304 Seiten | erworben 19.08.91

Spätneomarxistisch. Heute nicht mehr wirklich hilfreich. Musste kräftig Staub herunterwischen. Nach dem obligatorischen Zitat lasse ich dieses Buch auch wieder in Frieden ruhen:
In Ermangelung ausreichender produktiver Investitionsmöglichkeiten war in der Folge eine erhebliche Ankurbelung des internationalen Kreditsystems zu verzeichnen, um die „vagabundierenden“ Petrodollars zu 'recyclen'.
Dies soll die Lage der internationalen Geldwirtschaft beschreiben, nachdem die politischen Erdölverknappungen der Jahre 1973 und 1979 dazu führten, dass der Westen viel Geld in den Nahen Osten schieben musste. Die, aus Lektorensicht, komisch unterschiedlichen Gänsefüße sind so im Original zu finden. Über „Ankurbelung“ muss ich nichts mehr sagen.







Samstag, 14. Februar 2009

Günter Altner & Co. Jahrbuch Ökologie | Satz 4 von Seite 123

Im Bereich der politisch gewendeten Ökologie kann man Texte lesen, die - zehn, 15 oder 20 Jahre früher veröffentlicht - ihrem Autor die Karriere gekostet hätten. Soweit man die Zugehörigkeit zu einem (Kommunal-) Parlament als „Karriere“ bezeichnen möchte.

Kürzlich googelte ich ein wenig herum (um herauszufinden, ob die Kölner „Grünen“ bei der Aufstellung der Wahlliste für die Jahre 2009-2011 erneut eine Frau mit Petra-May-Potenzial [Seite 2] in den Stadtrat schickten), fand dabei einen dieser Texte der vorbeschriebenen Art: Ich glaube nicht, dass Gerd Brust diesen Artikel hier schon 1989 oder gar 1984 hätte leisten können. So klug es sich liest.

Genug abgeschweift. Ins politische gewendete Erkenntnisse aus dem Bereich der Ökologie scheinen mir eine fast genauso kurze Halbwertszeit zu haben, wie man es - bei Licht besehen - von den ewig gleichen Einsichten ökonomischer Art sagen muss.

Davon enthält dieses Buch einiges:
Günter Altner &c. (Hg.) | Jahrbuch Ökologie 1993 | München | Beck | 1992 | 297 Seiten

Und schnell noch das Zitat, Satz 4 von Seite 123 hinterhergeschoben:
Sind diese Folgen [sozial-/umweltunverträglichen Verhaltens, MaR] unangenehm, so wird man versuchen, sich anders zu verhalten, um sie zu vermeiden.
Diese tiefschürfende Erkenntnis zu Regeln menschlichen Verhaltens werde ich jetzt nicht weiter kommentieren. Strong rule, low topic.

Lieber ein bisschen Werbung machen:







Freitag, 13. Februar 2009

26. Mai 2008 bis 07.01.2009 „gelesen/ungelesen“ drüben gebloggt

Entweder alles auf einmal



oder bloß die 18 jüngsten alten Einträge aufgelistet:

  1. Einladung an „KStA“-Leser, kein Feuerwehrmann werden zu sollen. Link
  2. Friedrich Schiller, über unseren armen Nationaldichter: Link
  3. Harry Rowohlt trinkt bekanntlich recht viel. Link
  4. Ich persönlich glaube ja schon seit ein paar Monaten, das Barack H. Obama durchaus das Zeug hat, populär wie Jimmy Carter zu werden. Link
  5. Giovanni di Lorenzo hält Helmut Schmidt für einen „Charismatiker“. Meine böse Antwort auf Lorenzens lustigen Brief an mich habe ich vorsichtshalber dupliziert: Link
  6. Mir geht die Metapher „die Wirtschaft ankurbeln“ halt allerorten auf den Keks. Link
  7. Der großartige Historiker Niall Ferguson lästert herrlich über die geistig-moralische Qualifikation von Managern durch Bildung. Link
  8. Ich persönlich glaube ja, dass die SPIEGEL-Redaktion manchen Leserbrief nur veröffentlicht, um seinen Autor bloßzustellen. Link
  9. Noch haben manche Kölsche Jungs was zu laaache. Link
  10. SPIEGEL-Neologistik: „überschauliches Kärnten“ Link
  11. Stieß beim Namensgooglen zu einem von den Briten gehenkten NS-Verbrecher auf womöglich einer Recherche würdige Nachnamensgleichheit: Link
  12. Wo steckt Hanswilhelm Haefs, gefragt anlässlich eines durcheinandrigen Buches zu den Nibelungen. Link
  13. Hier kam im SPIEGEL wohl etwas US-Recht durcheinander. Link
  14. Husten, wir haben ein Problem. Link
  15. „Schadenfreude“ ist ein globales Problem. Link
  16. Feminismus stimmt manchmal traurig. Link
  17. Benedikt Nr. 16 – frischer Wind unter den Soutanen? Dass ich nicht schon früher lachte! Link
  18. Wenn alle meine Kundinnen und Kunden an dieser Einrichtung studiert hätten, gäbe es für mich keine Probleme mehr zu lösen. Link






Jahrbuch Ökologie 1992 | Satz 4 von Seite 123

Günter Altner &c. (Hg.) | Jahrbuch Ökologie 1992 | München | Beck | 1991 | 382 Seiten

Das waren noch Zeiten. Der Rowohl-Verlag produzierte noch aktuelle politische Sachbücher und selbst der Beck-Verlag, der sich mit grauen Bänden für schwarze Juristen mit brauner Vergangenheit um den Büchermarkt verdient machte, schickte Taschenbücher mit Anspruch auf politische Wirkung (oder wenigstens Meinungsbildung) in die Buchhandlungen.

So etwa dieses Jahrbuch, das zwar heute noch erscheint, von dem ich aber nicht glaube, dass es die Wirkung in der Zielgruppe hat, wie das einst mal war.

Spekulieren wir hier nicht herum. Zitieren wir Satz 4 von Seite 123 und Schluss ist's für heute:
Die technischen System bestimmen das Bild der Militärstrategen und Politiker davon, welche Art von Krieg, mit welchen Mitteln und mit welchen Folgen führbar ist.
Puh. Da haben wir Glück gehabt. Die Sätze vor diesem hier sind nämlich unglaublich lang. So lang, dass ich Lust hätte bekommen können, mich bei der Zahl der Sätze zu verzählen. Das Zitat stammt aus einem Aufsatz von Barbara Mettler-Meibom unter dem Titel „Die doppelte ökologische Blindheit oder: Das Beispiel des Golfkrieges“. Nur mal spaßeshalber, zur Bedeutung des Textes.

Räusper. „Nuklearer Winter“ nach dem Einsatz konventioneller Waffen in den Erdölgebieten des Iraks und seiner so genannten Provinz Kuweit - wohlgemerkt: 1991 - das klingt wirklich sehr fern. Es ging übrigens damals um den so genannten 1. Golfkrieg, den von George H. Bush. Bleibt zu hoffen, dass Barack H. Obama nun nicht auf den Gedanken kommt, aus klimatischen Gründen einen 3. Golfkrieg hochzufackeln.


Absurd gestimmt für heute:






Donnerstag, 12. Februar 2009

Als DIE GRÜNEN noch cool waren

Als Berlin noch einen Westteil hatte, der anders regiert wurde als der Ostteil, da gab es dort eine so genannte „Alternative Liste“ (AL), die lokale Gliederung der Partei „DIE GRÜNEN“.

Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus, 1985, plakatierte die AL großflächig Karikaturen, die in diesem Band dokumentiert sind:

Alternative Liste (Hg.) | Bevor uns schwarz vor Augen wird. Buntes aus dem Untergrund | Berlin (West) | Elephanten Press Verlag | 1985 | unpaginiert | gekauft 1991

Die Plakate waren fast durchwegs witzig und ironisch und man könnte sie noch heute als vorbildlich hinstellen - allein, „witzig und ironisch“ ist eine Geschmacksrichtung, mit der selbst die halbwegs konservative FAZ heutzutage ihren Buchstabensalat anrichtet.

Ein Zitat, ein Satz 4 von Seite 123 (oder die Alternative: Satz 3 von Seite 12) erübrigt sich hier. Erstens, weil das Buch unpaginiert ist. Zweitens: Wie ermittelt man den dritten Satz von Seite 12?

Gehen wir zu Ernsthaftem und Nichtironischem über, als da wäre:







Mittwoch, 11. Februar 2009

Endlich ein sympathischer Alt | Satz 4 von Seite 123

Die echten Zauberkünstler sind bekanntlich zwar nur halb so spannend wie die Freimaurer, dafür aber doppelt so verschwiegen, wenn es ans Eingemachte ihrer geheimnisvollen Profession geht. Alt bietet hier daher vor allem Historisches, Ökonomisches und andere durchaus interessante theoretische Auskunft zur Zauberei.

Jürgen August Alt | Zauberkunst | Stuttgart | Reclam | 1995 | 290 Seiten | € 4,60

Satz 4 von Seite 123 bestätigt obenstehende Aussage. Keine frische Geheimnisausplauderei, bloß ein Zitat:
Diese kleine Gaukelei [eine Münze durchdringt ein Seidentuch, MaR] beschreibt Zmeck in seinem Standardwerk der Zauberkunst, dem Handbuch der Magie.
Jürgen August Alt würde ich gerne engagieren, vielleicht um seinen Namensvetter Franz zu exorzieren. Obwohl es dazu sicher kräftigster magischer Künste bedürfte, mehr noch: des Prügels der ganzen Moderne.


Genug gescherzt. Es folgt die übliche Reklame:






Dienstag, 10. Februar 2009

Franz Alts para-antisemitischer Jesuskitsch | Satz 4 von Seite 123

Dieses Buch bereitet mir fast körperlich spürbaren Ingrimm. Es fußt auf Klischees vom Judentum zur Zeit Jesu, die schlichtweg nicht mehr vertretbar sind. Welch gruseliger Kitsch darüber hinaus, dass ein erwachsener, im Mediengeschäft bewanderter Mann sich ein Messiasbild zurechtpinselt, das er sich - und anderen - dann als Leitbild guter Lebensführung vor die Nase hält wie dem Esel die Möhre an der Angelrute? (Und mit ähnlich hohem Verstand wie der sprichwörtliche Esel.)

Micha Brumlik, seinerzeit Pädagogikprofessor und Ratsherr in Frankfurt am Main, langjähriger Leiter des Fritz-Bauer-Instituts, bezeichnete dieses Buch als ersten antisemitischen Bestseller in Deutschland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Hartes Urteil, aber anhand des Werkes handwerklich solide begründet.

Übrigens mag es Franz Alt gar nicht, dass Brumlik seiner Weltanschauung durch Blick in seine Bücher zu Leibe rückte. Es erinnert an einen Sektenführer, wenn er vor der Kritik seines Werkes das persönliche Gespräch mit ihm einfordert (Quelle):


Ein Autor möchte sich nicht daran festhalten lassen, dass er Quark geschrieben hat. Das ist verständlich. Von Kritikern das klärende, persönliche Gespräch als Voraussetzung für legitime Kritik zu fordern, ist Blödsinn. Das ist ungefähr so, wie die jüngst von Stefan Niggemeier beschriebene Technik, die Zeitungsautoren dazu treibt, ihre Texte online vorzulesen: so, als nähme dies den ungefügtesten Texten ihre Ungefügtheit. Es gibt echt schon genügend Menschen, die nicht nachdenken, bevor sie den Mund zum Sprechen öffnen; soll man es Menschen nachsehen, die gegen die Kritik an ihren Büchern - die zuvor ein Lektorat gesehen haben - nachholende Erklärungsbedürftigkeit vorschützen?

Franz Alt | Jesus, der erste neue Mann | München & Zürich | Piper | 10. Auflage (251.-300. Tausend) 1992 | 185 Seiten | Ich hab's vom Wühltisch gekauft, dem HErrn sei's gedankt.

Und noch schnell das Zitat, Satz 4 von Seite 123 hinterhergeschoben:
Erst nach dem Schreck kommt die Chance der Befreiuung und Bewußtseinserweiterung(.)
Jünger erschrecken, weil der wiederauferstandene Gottessohn ihnen erscheint. Wohl an, gern mag ich bei solchen Visionen an Bewusstseinserweiterung glauben. Man weiß ja, wie man seit den 1960er-Jahren zur so genannten „Bewusstseinserweiterung“ kam.









Montag, 9. Februar 2009

Als Franz Alt noch Mutti Menschheit liebte | Satz 4 von Seite 123

Wenn Männer zu viel Liebe in sich tragen, dann laufen sie - nach meiner Beobachtung - entweder als Sperminatoren durch die Welt oder sie beginnen, „Mutti Menschheit“ als Sektengründer, Politiker oder in ähnlich unproduktiven Branchen zu befruchten.

Meist reicht es nur zu einem von beidem: Potenzielle Sperminatoren geraten an eine Frauensperson, die aussieht wie Mami - und die dreht ihnen dann den Saft ab. Spirituelle Spinner landen bei einer Frauensperson, die aussieht wie eine Psychiaterin - und die gibt ihnen dann Saft in Form von Haldol.

Franz Alt hat dieses Schicksal von Männern, die zu viel Liebe in sich tragen, nicht erlitten. Darum fanden sich in Bücherregalen, die in den 1980er-Jahren ausgestattet wurden, Bücher wie:

Franz Alt | Liebe ist möglich | Die Bergpredigt im Atomzeitalter | Kornwestheim | Bertelsmann | oJ | 220 Seiten

Um die schwer verkorkste Denkungsart des Dr. Franz Alt zu exemplifizieren, bedarf es eines längeren Zitats (Satz 4 von Seite 123 ist unterstrichen):
Die wahre Ursache für die Atombombe ist verdrängte Angst (wahrscheinlich auch die wahre Ursache der meisten Abtreibungen). Angst ist die Mutter der Gewalt. Besonders die Angst derer, die behaupten, sie hätten keine Angst.
Wenn dieser Analogie-Unfug stimmte, müssten ja nach dem Ende des Sowjetimperiums und der damit verbundenen Abrüstung und allgemeinen Angstminderung auch die Schwangerschaftsabbrüche zurückgegangen sein. Sind sie zwar, aber wer würde behaupten, dass hier eine kausale Relation verläge?

* * *

Dass ich das Buch nicht selbst gekauft, sondern geschenkt bekam, kann man schon an einem vom Doktor Alt im Vorspann zustimmend notierten Zitat erkennen:
„Liebe ist die Antwort auf alle Probleme, die nicht von der Wissenschaft lösbar sind.“ (Sam Keen, amerikanischer Autor)
Als Luhmannianer milder Observanz würde ich mir schon vor meiner Bekanntnschaft mit dem Werk des Bielefelder Sozialpapstes die Fragen gestellt haben:
  1. Es gibt Probleme, die von der Wissenschaft nicht gelöst werden können.
  2. Zum Beispiel hat die Wissenschaft keine Lösung für die Frage: „Was ist Wahrheit?“
  3. Soll sich ein Wissenschaftler bei dem Versuch, der Wahrheitsgöttin am Mieder zu fingern (oder die Wissenschaftlerin: dem Wahrheitsgott an der Boss-Unterwäsche) methodisch an seinen/ihren Kolleg/inn/en in Forschung und Lehre orientieren und deren metaphysischen Aussagen zum per se unlösbaren Wahrheitsproblem - oder sich an jahrtausendelangem, meist doch sehr physischen Geschmachte zum Stichwort „Liebe“ abmühen, um von dorther auf „Wahrheit“ zu analogisieren?
Das war jetzt zugegebenermaßen etwas umwegig gedacht, aber mit verschnupftem Kopf und an einem Montagmorgen werde ich das nicht kürzer hinkriegen. Außerdem bin ich um diese Uhrzeit auch bloß Luhmannianer milder Observanz.






Sonntag, 8. Februar 2009

Fiedeler Apostel Alt | Satz 4 von Seite 123

Franz Alt | Frieden ist möglich | Die Politik der Bergpredigt | Kornwestheim | EBG/Bertelsmann | oJ [1988?] | 128 Seiten

Franz Alt war einmal ein so genannter Journalist in einem so genannt kritischen TV-Magazin. Trotz seiner Zugehörigkeit zur staatstragenden C-Partei verlor er diese Pfründe, weil seine neofranziskanische Moral dem Gebieter - Dr. Helmut Kohl - missfiel. So geht die Legende.

„Frieden ist möglich“ ist ein grauenhaftes Buch. Ich zitiere ganz schnell den vierten Satz von Seite 123 und verabschiede mich für heute mit kaltem Schütteln:
Der realistische Weg dorthin(.)
Wohin? Zu einer Welt ohne die Drohung, durch einen Atomkrieg vernichtet zu werden.
Was denn? „Frieden schaffen mit immer weniger Waffen.“ - das sei der „realistische Weg“. Was nachweislich Quatsch war.

Auf Alts antisemitischen Quatsch kommen wir dann später in dieser Woche. Man schenkte mir damals noch ein weiteres Buch von Franz Alt ,der sich nach der Bergpredigt wohl ein Auge hätte ausreißen müsssen, wegen der frohen Botschaft seines Johannes.

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Verspätet notierter Satz 4 | Carl Almqvists Juwelenschmuck der Königin

Carl Almqvist | Der Juwelenschmuck der Königin | Reinbek bei Hamburg | Rowohlt | 1989 | 315 Seiten | erworben 9. Juli 1993

Husten, Schnupfen, vor allem Heiserkeit: da fehlte gestern doch etwas die Lust an der elektronischen Schreibmaschine zu sitzen und kopierten Text im Onlineordner abzuheften.
„Ist nichts Medizinisches an der Krankheit, nichts Reelles?“
Diesen Dialog-Baustein könnte man ohne Weiteres auch heute wiederverwenden, bloß würde er heute wohl eher in einem Kassen(arzt)krimi Platz finden - hier steht er im Mantel-und-Degen-Roman eines etwas obskuren schwedischen Schriftstellers aus dem 19. Jahrhundert: wegen theologischer Freizügigkeiten von der grässlich orthodoxen lutherischen Kirche Schwedens verfolgt, eines Giftmordes beschuldigt, in die USA geflohen, bei der Rückkehr nach Europa in Bremen verstorben. Man wünschte der deutschen Ausgabe der „Encyclopedia Quaterbildungica“ einen des Schwedischen mächten Menschen, der den deutschen Eintrag etwas anreichert. Hier der schwedische Almqvist.

REKLAME:





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Nachtrag: Stelle fest, dass der schwedische Eintrag auch nicht wesentlich umfangreicher ist als der deutsche. Man kann aus ihm höchstens schließen, dass obskure Todesumstände im Umfeld der Familie Alqvist erblich waren. Was heißt eigentlich „Halbbildung“ auf Schwedisch?

Freitag, 6. Februar 2009

Allabys und Lovelocks Marsblütentraum | Satz 4 von Seite 123

Michael Allaby & James Lovelock | Operation Marsblüte | Bergisch Gladbach | Lübbe | 1985 | 224 Seiten

Wenn ich es recht bedenke, bin ich doch schon ziemlich früh mit jener angelsächsischen Kunst in Berührung gekommen, wissenschaftliche Sachverhalte populär aufzubereiten. Die Sachbücher, die ich als Kind las, zähle ich hier gar nicht mit: im nicht mehr ganz zarten Alter von 15 las ich diesen fiktiven Reisebericht eines Menschen vom Mars. Der rote Planet (von dem ich übrigens meinen Vornamen „Martin“ habe) ist durch den Beschuss von ausgedienten Interkontinentalraketen der USA und der UdSSR (heimlich gefüllt neben Treibhausgasen mit Mikroorganismen) in einen erdähnlichen Zustand übergegangen. Was der Treibhauseffekt ist, konnte ich also schon lesen, als zum Beispiel unsere selbsterklärt-klimasensible Bundeskanzlerin Angela Merkel noch (von sowjetischen Raketen „beschützt“) hinterm Eisernen Vorhang saß. Gekauft habe ich mir das Buch am 20. Mai 1986. Ob ich den ironischen Gedanken trug, man müsse wegen hiesiger Umstände auswandern, weiß ich nicht, glaube ich aber auch kaum: Mich ließen die hiesigen Umstände, meiner Erinnerung nach, eher kalt.

James Lovelock, der wissenschaftliche Strampler des Autorentandems, wurde zwischenzeitlich von britischen Esoterikern wegen seiner Gaia-Hypothese vereinnahmt. Das steht aber auf einem anderen Stern Blatt. Auf Seite 123 steht folgender Satz 4:
Die Besatzung gibt sich ausgelassen und heiter.
Das betrifft die Zustände in dem Raumschiff, das die Mars-Erde-Reise bestreitet. Wie auf einem terranoozeanischen Kreuzfahrtschiff geht es zu, was nicht Wunder nimmt, gehört die schlichte Übertragung von irdisch-historischen Verhältnissen auf utopisch-raumfliegerische Phantasien doch zum Standard der Science Fiction. Nicht zu meinen persönlichen Standards gehört es, Zeitungsausrisse ohne genaue Herkunftsbezeichnung aufzubewahren. Hier habe ich gegen meine inzwischen gängige Sorgfalt verstoßen, wer weiß, woher dieser Artikel stammt?

Sachdienliche Hinweise nimmt keine Polizeidienststelle entgegen, sondern ausschließlich der hinter diesen Druckknöpfen vorzufindende Suchende:







Heute auch noch ein bisschen zusätzliche Werbung:


Donnerstag, 5. Februar 2009

Bruce Alexanders Tödliche Erbschaft | Satz 4 von Seite 123

Bruce Alexander | Tödliche Erbschaft | Ein Richter-Fielding-Roman | München | btb/Goldmann | 2002 | 382 Seiten | Originaltitel: Death of a Colonial


Wie schon gestern erwähnt: Diese Kriminalromane um einen blinden Richter im London des 18. Jahrhunderts haben etwas Anachronistisches an sich, das zur literarischen Verdauungsstörung führen kann.

Bei der geistigen Einstimmung darauf, was ich hier an boshaften Notizen hinterlassen könnte, kam mir heute Morgen der Gedanke, wie die Richter-Fielding-Serie angemessen verfilmt werden könnte: Wenn wir davon ausgehen dürfen, dass die digitale Film-Technik in den nächsten Jahren noch stärker voranschreiten wird als - sagen wir: - zwischen „Der Tod steht ihr gut“ und „Benjamin Button“ könnte man vielleicht schon bald das Personal der deutschen Edgar-Wallace-Filme aus den 1960er-Jahren einscannen und in ähnlich bräsigen Richter-Fielding-Filmen recyclen.
Dann fügte Sir John hinzu(.)
Huch, das war ja ein schmerzlos kurzes Zitat von Seite 123! Dann füge ich mal hinzu: Das Aussehen des Benjamin-Button-Darstellers habe ich nicht zu bieten, auch keine bräsige Habe-zwei-süße-Grübchen-für-bekloppte-Weiber-aber-eine-eingefrorene-Mimik-Schauspielkunst, klar. Bei mir können Sie, vor allem liebe Leserinnen, den Button aber sogar knuddeln drücken. Versuchen Sie das mal mit BP: