Freitag, 9. Januar 2009

85% durchgeblättert | C. Antweilers Ethnologie lesen

Obwohl ich Anfang des Jahrtausends nicht zur zum Zeitvertreib ein Teilzeitstudium der Ethnologie betrieb, war mir der Name Christoph Antweiler, Professor dieses Faches in der beschaulichen Ex-Metropole des einzig wahren Imperiums, dem Städtchen Trier, nicht geläufig.

Ein recht anschauliches, soweit das im Rundfunk möglich ist, Interview auf Deutschlandradio Kultur (mit dem frechen Dieter Kassel) ließ mich nach seinem Namen im Bibliothektskatalog suchen, es fand sich ein von Antweiler verfasster Katalog:

Christoph Antweiler | Ethnologie lesen | Ein Führer durch den Bücher-Dschungel | Münster in Westfalen etc. | Lit | 3., überarbeitete und ergänzte Auflage mit CD-ROM 2003 | 535 Seiten | Signatur USB Köln 10A3743

Ich vermute, bin dabei aber wohl etwas boshaft, dass sich unter dem Bologna-Regime folgende Nomenklatur ethnologisch gebildeter Menschen ergibt:
  1. BA-gebildet: Habe das Lehrbuch von Peoples & Bailey gelesen und ganz prächtig verstanden.
  2. Mastergebildet: Habe die in Feest/Kohl-2001 „Hauptwerke der Ethnologie“ aufgeführten Bücher - zumindest zum Teil - gelesen und kann damit grosso modo umgehen.
  3. Promotionsgebildet: wie Nr. 2, nur mithilfe von Antweilers „Ethnologie lesen“
  4. jeweils zuzüglich dem, was in mehr oder weniger lehrreichen Vorlesungen und Seminaren + Selbststudium so angeeignet wird.
Ich persönlich mag Übersichtswerke wie „Ethnologie lesen“ ja sehr, habe nur den weniger boshaften als traurigen Verdacht, dass die unter den Nummern 1 bis 3 skizzierte Vermutung ziemlich optimistisch ist.

Aber ich bin ja auch noch da, im Rahmen meiner Möglichkeiten:







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