Sonntag, 11. Januar 2009

4. Satz von Seite 123 | Adams & Carwardine: Die Letzten ihrer Art

Ich weiß nicht, ob es eine neue Mode ist oder vielleicht auch eine, die auf älteren Vorbildern beruht und nur von findigen Briten wieder ausgegraben wurde: dieser Stil, einen Reisebericht zu schreiben, in dem es mindestens so viel um den Reisenden, seine Pläsierchen & Problemchen geht wie um die besuchten Örtlichkeiten & ihre Sehenswürdigkeiten.

Ob mir dieser Stil gefallen hat, der in wohl weit extremerer Ausprägung bei neuester Reiseliteratur zu Tage tritt, kann ich nicht mehr sagen, bald 15 Jahre ist die Lektüre her. Allerdings glaube ich, dass kaum eine andere Methode übrig bleiben wird, von der Welt zu erzählen, wenn die Gegenstände möglicher Reiseimpressionen so bedroht sind wie in:

Douglas Adams & Michael Carwardine | Die Letzten ihrer Art | Eine Reise zu den aussterbenden Tieren unserer Erde | Harmburg | Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins | 1991 ff. | Erwerb: 3. Juni 1994 | 270 Seiten


Hier aber nun das obligatorische Zitat, der vierte Satz von Seite 123:
„Ich nahm das Netz vom Deckenhaken und schüttelte es energisch aus.“
Ich hatte ja schon einmal spektuliert, der Wert meiner Zitataktion könnte darin liegen,mein Regal abzustauben dass Geheimdienstleute einen Code darauf aufbauen. Hier schildert Douglas eine nachgerade 007-würdige Szene: Er versucht, irgendwo in den Tropen, die ortsüblichen Insekten zu beseitigen.

Hätte er sich vielleicht mal besser bei seinem Co-Autor Mark Carwardine erkundigt, wie man das geschickt anstellt.


Ein gewissenes Geschick - weniger in der Bekämpfung von Moskitos als von Fehlerteufeleien (einer gar nicht vom Aussterben bedrohten Gattung) - sage ich mir nach. Schütteln Sie einfach einmal energisch an den folgenden Links:






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