Sonntag, 4. Januar 2009

111% gelesen | Restaurant zur lustigen Apokalypse

Douglas Adams | Das Restaurant am Ende des Universums | München | Rogner & Bernhard | 1982 | 215 Seiten | Erworben am 11. März 1992

Wie in manch anderen Dingen spätberufen, las ich Douglas Adams „Reiseführer“ erst mit Anfang 20. Spätberufenheit kann ja in vielen Lebensthemen (Berufswahl, der contradictio in se namens „sexuelle Orientierung“, religiösen Glaubensfragen) ziemlich lästig sein, auf die fandomlastigen Bücher von Douglas Adams erst spät zu stoßen, dürfte jedoch geistig mehr oder weniger gesunde Menschen dankenswerterweise davon abhalten, in eine Fan-Exegese zu verfallen, wie sie beim verwandten Terry-Pratchett-Phänomen anzutreffen ist.

Nur Fans eher trivialer Literatur a la „Reiseführer“ oder „Scheibenwelt“ dürften jedenfalls zu jener Literaturkritik fähig sein, von der hier das Blog des Verbandes Freier Lektorinnen und Lektoren berichtet.

Den vierten Satz von Seite 123 zitiere ich an dieser Stelle einmal im Kon-Text, sonst sieht er doch ein bisschen mager aus:
„Ich wurde einmal von einem dieser Schlitten überholt, draußen am Axelnebel“,erzählte Ford. „Ich flog volle Pulle, und das Ding da zischte einfach an mir vorbei, sein Sternendrive fast im Leerlauf. Einfach unglaublich.“
Zaphod nickte kennerhaft.
„Zehn Sekunden später“ erzählte Ford, „fetzte es mitten in den dritten Mond von Jaglan Beta.“
„Ach, wirklich?“
Die britisch klingende Frage „Ach, wirklich?“ möchte man auch in jenen virtuellen Raum stellen, in dem noch die These einer bekannten (mir freilich entfallenen) TV-Moderatorin nachhallt, Adams' Bücher seien geeignet, männliche Jugendliche beim Lesen zu halten, während ihre Altersgenossen bereits stärker an Motorfahrzeugen und Altersgenossinnen herumzuschrauben begönnen.


„Ach, wirklich?“ | Hinter den folgenden Knöpfen schraube ich recht virtuell herum:








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