Montag, 15. Dezember 2008

66% gelesen | Stankowskis schlechtgelaunter Rheinführer

In Köln ist Martin Stankowski weltberühmt. Diese Eigenschaft stützt sich darauf, dass er für Kabarettisten wie Jürgen Becker das Gehirn spielt(e), was ich mir sehr anstrengend vorstelle, noch schlimmer: im Verwaltungsrat der Sparkasse saß (ich glaube, jener der Stadt Köln) - und auch darauf, dass er als gelernter Historiker und Theologe eine Reihe alternativer Geschichten und Geschichtchen über die von ihm bzw. den von ihm (mit-) gelieferten Gründen abgesehen so selbstverliebte Domstadt vorlegte. Geschichte, wie sie der Kölner nicht so gerne hört.

Mir, als zugegebenermaßen schlechtgelauntem Zugezogenen (also: nicht in Köln Gebürtigem), scheint die kölsche Eigenliebe mitunter wie eine anatomische Anomalie: Der Kölner ist der einzige Mensch, der sich selbst bützen (hochdeutsch „knutschen“) kann und zwar auf die Schnüss (hochdeutsch „den Mund“). So selbstverliebt ist der Kölner.

Aber ich schimpfe abseitig. Martin Stankowski schreibt in seinem Reiseführer „Links + Rechts“ über das Rheinland zwischen Köln-Mülheim im Norden und dem Städchen Bacharach und der Burg Stahleck im Süden.

Oft ist er dabei denkbar schlechter Laune. Was vor allem am Tourismus und den fiesen Schnellstraßen und Eisenbahnlinien längs seines Reiseführerweges liegen muss.

Wer sich von Stankowskis gelegentlich ungnädiger Stimmung nicht abschrecken lässt, kann sich von ihm vielerlei mit Gewinn zu besuchender Örtchen am Rhein entdecken lassen:

Martin Stankowski | Links + Rechts | Vom Kölner Dom bis zur Loreley | Bilder von Gernot Huber | Köln | Kiepenheuer & Witsch | 1. Auflage 2005 | 285 Seiten | € 19,90 | 3-462-03573-8







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