Donnerstag, 12. November 2015

Werbung auf Spiegel Online


Als besonders geschmackssicher eingebunden kann man diese Werbung auf SPIEGEL ONLINE nun wirklich nicht nennen.

Dienstag, 24. Februar 2015

Für US-amerikanische Kinder sind also alte Eltern besser?

US-Amerikaner im fortpflanzungsfähigen Alter sind zu nicht geringen Teilen der Ansicht, ihren Kindern durch Impfungen einen Autismus anzuhexen.

Ein Blick auf die statistischen Daten zeigt: Einigermaßen sicher ist man als Kind in den USA erst, wenn Mutter und Vater die 65 Jahre überschritten haben.




Man möge mir die Logik verzeihen. Aus dem Datenstrom sprang mir vorhin eine Qualle ins Gesicht, ein braunesoterischer Blogger, der seine Fähigkeit zu denken für ein Alleinstellungsmerkmal hält. Es braucht dann etwas Clownsfresserei, um zu entgiften.

Dienstag, 6. Januar 2015

Biografische Daten zu Marianne Weyh: Die Schwarzfahrt und ihre Bestrafung (1934)


Die Schwarzfahrt und ihre Bestrafung

Inaugural=Dissertation
zur
Erlangung der juristischen Doktorwürde
einer Hohen Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
der Thüringischen Landesuniversität Jena
vorgelegt von

Marianne Weyh

Referendarin aus Schmalkalden (Thür.)

Lebenslauf.

Am 23. Juli 1909 wurde ich in Schmalkalden (Thür.) geboren als Tochter des Kaufmanns Max Weyh und seiner Ehefrau Ida geb. Kaupert. Ich besuchte ab Ostern 1915 die Städtische Elisabethschule in Schmalkalden, die ich nach dem in Meiningen abgelegten Einjährigenexamen Ostern 1925 verließ. Von Ostern 1925 ab besuchte ich die Staatliche Oberrealschule in Schmalkalden, an der ich Ostern 1928 das Abiturexamen bestanden habe.
Ich widmete mich sodann auf den Universitäten Freiburg, Heidelberg, Berlin und Jena dem Studium der Rechtswissenschaft und bestand die erste juristische Prüfung am 25. Februar 1933 am Gemeinschaftlichen Oberlandesgericht in Jena. Seit dem 28. Februar 1934 befinde ich mich im Vorbereitungsdienst.

Erisierung, was heißt Erisierung?

Was heißt hier Erisierung? Wozu nutzt Die kulturelle Praxis das Wort Erisierung? Beleidigt seyn wollende Dresdner Pegedisten werden doch dieses schnurrige Blog nicht lesen.

Copia eines von Sr. Hochfürstlichen Durchlauft, dem Herrn Herzogen zu Würtenberg an Ihro hochfürstl. Eminenz, den Herrn Cardinalen, Bischoffen und Fürsten zu Speyer erlassenen Schreibens, dd. Ludwigsburg, den 13. November 1764.
Euer Liebden ist gefällig gewesen, in einem unterm 25. elapsi an Uns erlassenen geehrten Schreiben die Vollziehung des Uns und des Herrn Cardinalen und Bischoffen zu Constanz Lbdn. als Schwäbischen Crayß=Ausschreib=Amt beschehenen Kayerl. Auftrags wider des Herrn Marggrafen von Baden=Baden Lbdn pto der Lehnbarkeit sieben zur Gemeinschaft Gernspach gehöriger Ortschaften in Erisierung zu bringen.
cf. Anton Faber: Neue Europäische Staatskanzley, welche die wichtigsten öffentlichen Angelegenheiten in sich fasset, Sieben und Zwangzigster Theil, Seite 365 f.

Wir vermuten ietzt, dasz Herr Arno Schmidt im Besitz einer Zeitmaschine ins 18. Jahrhundert reiste, um dort das Wort Erisierung ins Kanzleydeutsch zu schmuggeln. Anders kann man sich die Wortwahl nicht erklären.
Möglicherweise hat auch nur jemand auf das nach Neu-Jork geschmuggelte deutsche Kanzley=Druckwerk geflekkt.

Montag, 22. Dezember 2014

Politischer Baukasten

A democracy even at its best cannot be better than its demos. T. Mann
Der Kölner Bürger Rolf Brackmann hat jüngst mit seinem Politischen Baukasten ein persönliches Projekt politischer Publizistik abgeschlossen. Das gut 100-seitige Werk enthält neben dem Versuch einer Einordnung der aktuellen Finanzkrise insbesondere Vorschläge zur Weiterentwicklung der Demokratie in Deutschland.
Mit diesem - auf Erweiterung durch und Diskussion seitens anderer engagierter Bürger angelegten - Baukasten wird ein politisches Programm umrissen, das sich von den Konzepten der Parteienpolitik abgrenzen möchte. Rolf Brackmann schreibt konzeptionell zur Abgrenzung von beiderlei Programm-Arbeit:
[Den] Parteiprogramm-Nachteilen soll mein politischer Baukasten als Ideen-Baukasten gegenübergestellt werden. Er soll auch Elemente vertragen, die noch keine festen Ziele, sondern noch in der Diskussion sind. Der Ideen-Baukasten soll nach der Veröffentlichung meines Baukastens durch weitere Elemente und Baukästen von anderen Autoren ergänzt werden können. Die Baukästen könnten vielleicht einmal eine große Anzahl von politischen Anregungen systematisieren und strukturieren und damit ihre Realisierung erleichtern.
Individuell entstandene Baukästen wie meiner haben den Nachteil, dass sie auf den Lebenserfahrungen einzelner beruhen und somit auch untypische Elemente enthalten können. Um das auszugleichen, ist eine Baukastenstruktur wichtig, die es erleichtert, Elemente wegzulassen und weitere hinzuzufügen [zuletzt: 22.12.2014].

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Erratum

Eine Korrekturfunktion zu fehlerhaften Autoreneinträgen scheint das großmächtige System Google Books nicht zu kennen. Machen wir es also wenigstens auffindbar: Der Teufelsturm bey Linz stammt von keiner Signora von Eulenstein, sondern von Leopold Huber.

Donnerstag, 28. August 2014

Für Pilz-Forscher

Am 28. September 1879 wurde ich Gustav Martin Erich Pilz, als Sohn des Kreissparkassenrendanten Emil Pilz in Beeskow a. Spree geboren. Ich wurde in der evangelischen Religion erzogen und besuchte die Knabenmittelschule meiner Vaterstadt. Von Ostern 1891 besuchte ich das Joachimsthal'sche Gymnasium in Berlin und vom Oktober 1898 das Gymnasium in Fürstenwalde. Im März 1901 bestand ich das Abiturientenexamen. Vom 1. April 1901 ab diente ich beim 2. Garderegiment zu Fuß in Berlin mein Jahr ab. Sodann studierte ich auf den Universitäten München, Halle und Greifswald Jura und bestand am 29. November 1905 die erste juristische Prüfung vor dem Oberlandesgericht in Stettin. Am 22 . Dezember 1905 wurde ich zum Referendar ernannt. Ich war mehrere Jahre als Gerichtsreferendar beschäftigt und trat sodann beim Magistrat in Spandau zur informatorischen Beschäftigung ein. Mit Ausbruch des Krieges zog ich ins Feld und erwarb Anfang Oktober 1914 das Eiserne Kreuz. Infolge einer schweren Venenerkrankung im linken Unterschenkel im Schützengraben konnte ich von 1915 ab nur noch Garnisondienst verrichten, den ich als Hauptmann d. R. in den Garnisonen Neustettin und Stettin abgeleistet habe. Seit Anfang 1919 bin ich wieder beim Magistrat in Spandau beschäftigt und seit dem September 1920 als Oberstadtsekretär angestellt. Seit dem 15.10.1918 bin ich verheiratet. Am 30.4.1921 habe ich das Rigorosum vor der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät bestanden.
cf: Die zivilrechtliche Haftung der preußischen Gemeinden für Vermögensschäden nach dem Tumultschadensgesetz vom 12.5.1920 bei Wahrung der Fristen des § 5 des preußischen Tumultschadensgesetzes vom 11.3.1950.